Musikkapelle: Frühjahrskonzert 2016

Kapellmeister Florian Pranger
Kapell­meis­ter Flo­ri­an Pranger

Nach­dem Kapell­meis­ter Pran­ger im letz­ten Jahr Kapel­le und Zuhö­rer an die Gren­zen und dar­über hin­aus geführt hat­te, schien man doch gewis­se Leh­ren aus der Reso­nanz des Kon­zer­tes 2015 gezo­gen zu haben und kün­dig­te „ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm von typi­scher Marsch­mu­sik über sym­pho­ni­sche Blas­mu­sik bis hin zu solis­ti­schen Dar­bie­tun­gen“ an.

Und da hat man Wort gehal­ten. Tra­di­tio­nel­le Mär­sche (vom alt-öster­rei­chi­schen „Flo­ren­ti­ner Marsch“  bis zum Kon­zert­marsch „Marsch der Medi­ci“), sin­fo­ni­sche Dich­tung („Also sprach Zara­thus­tra“ von Richard Strauss), eine Ouver­tü­re („Die schö­ne Hele­na“ von J. Offen­bach), ein Klas­si­ker der zeit­ge­nös­si­schen, sin­fo­ni­schen Blas­mu­sik von Alfred Reed („El Cami­no Real“)  erzeug­ten nicht nur Har­mo­nie­wech­sel und unter­schied­li­che Klang­flä­chen, son­dern auch einen Ein­tritt in neue Gefühls­wel­ten.  Da war eben auch „etwas fürs Gemüt“  dabei, wie es eine Zuhö­re­rin aus­drück­te, die wie ande­re auch nicht nur zuhör­te, son­dern auch zurück­dach­te, sich erin­ner­te und Leer­stel­len füll­te. Und die Kapel­le zeig­te dabei erneut, dass sie imstan­de ist, mit unter­schied­li­chen Klang­ty­pen und Rhyth­men umzu­ge­hen, ohne dabei Kon­trol­le  und Prä­zi­si­on zu verlieren.

Dem zweit en Teil des Kon­zer­tes setz­ten drei Musi­ker solis­ti­sche Glanz­lich­ter auf – an Stü­cken, die unter­schied­li­cher nicht sein hät­ten kön­nen. Wäh­rend Trom­pe­ter Roland Kling­ler das Bra­vour­so­lo des ca. 300 Jah­re alten Prä­sen­tier­mar­sches „Der alte Des­sau­er“ in den Saal schmet­ter­te, bestaun­te man die Vir­tuo­si­tät von Mat­thi­as Leg­ner am Vibra­phon, der die­ses Instru­ment neu posi­tio­nier­te und des­sen jaz­zi­ger und wohl­tem­pe­rier­ter Klang das Kon­zert in ein unge­wohn­tes Licht rück­te. Unter­schied­li­che Reak­tio­nen ver­nahm man über die Dar­bie­tung des Saxo­pho­nis­ten Peter Girst­mair –  das Stück „Yes“ war wohl für einen Mann sei­nes Kön­nens zu wenig spek­ta­ku­lär, sodass er noch eine  Zuga­be anfüg­te, bei der er zei­gen konn­te, welch unglaub­li­che Töne er sei­nem Instru­ment zu ent­lo­cken vermag.

Einen fre­ne­ti­schen Applaus ern­te­te wie­der die Jung­mu­sik „schlag&blasstark Mils“. Was die­se Grup­pe unter Lei­tung von Syl­via Kling­ler zu bie­ten hat­te, ver­zück­te nicht nur Eltern und Ver­wandt­schaft der jun­gen Musi­ker – „blasstark“ hat mit   „blass“ nichts zu tun! Mitt­ler­wei­le ist die Jugend­ka­pel­le ein fixer und wich­ti­ger Bestand­teil jedes Früh­jahr­kon­zer­tes geworden.

Ein tol­ler Kon­zert­abend, der nicht nur die Zuhö­rer zufrie­den­ge­stellt haben wird, auch die Musi­ker selbst, die die Früch­te ihrer enga­gier­ten Pro­ben­ar­beit (allein 10 Voll- und Teil­pro­ben im April!) ern­ten konnten.

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