Zöhrer, Hubert

Hubert Zöhrer, Maler

Biografie

  • geb. 1939 in Schwaz/Tirol
  • lebt und arbei­tet in Mils/Tirol
  • Lei­ter von Kunst­kur­sen im Kunst –und Bil­dungs­zen­trum Stift Geras/Niederösterreich
  • Lei­ter von Kur­sen für Acryl­ma­le­rei „Palet­te-Ver­lag“ Koblenz a. Rhein
  • Mit­glied des „Inter­na­tio­nal Art Club“ St. Ives, England
  • Con­su­lent für Produktgestaltung/ Kunst­ver­lag Gerstä­cker BRD
  • Trä­ger des „Öster­rei­chi­schen Ehren­kreu­zes für Wis­sen­schaft und Kunst“
  • Trä­ger der „Gol­de­nen Ehren­na­del für Kunst und Kul­tur“ der Gemein­de Mils
  • Web­site: http://members.aon.at/hzohrer/

Hubert Zöhrer

Der Tiroler Maler Hubert Zöhrer

Island, Spa­ni­en, Schott­land, Grie­chen­land, Tirol, Ungarn, Ita­li­en, Öster­reich, Deutsch­land, Frank­reich, Irland, England…

Nein, wir sehen kein Ange­bot eines tüch­ti­gen Rei­se­ver­an­stal­ters über die Schön­hei­ten Euro­pas. Wir machen viel­mehr einen Rund­gang durch eine Europa–Ausstellung Hubert Zöhrers.

Sei­ne Vor­lie­be für die Natur, Land­schaf­ten und Städ­te führ­ten ihn kreuz und quer durch ganz Euro­pa, vom hohen Nor­den zu den grie­chi­schen Inseln im Süden, vom äußers­ten Wes­ten der por­tu­gie­si­schen Küs­te der Algar­ve bis zu den Wei­ten Ungarns im Osten.

In ihm ent­ste­hen Stim­mun­gen und Befind­lich­kei­ten, die er mit Zuhil­fe­nah­me sei­ner male­ri­schen Rei­se­no­ti­zen und sei­nes stark visu­el­len Gedächt­nis­ses – ein­ge­prägt in oft stun­den­lan­ges und in sich auf­sau­gen­des Ein­wir­ken­las­sens einer Land­schaft-in sei­nem Ate­lier in Mils in Tirol künst­le­risch umsetzt.

Zöh­rer kon­zen­triert sich ger­ne auf redu­zier­tes Gegen­ständ­li­ches, wie auch aus der Natur abge­lei­te­tes Abs­trak­tes. Islands Urland­schaft mit sei­nen bun­ten Mine­ra­li­en ist dazu ein uner­schöpf­li­ches Reser­voir an Inspi­ra­tio­nen für sei­ne abs­trak­te Male­rei, die damit aber immer einen rea­len Hin­ter­grund hat. Der gekonn­te Ein­satz der Acryl­far­be mit inten­si­ven Farb­ska­len, aber doch in einer in sich geschlos­se­nen Farb­pa­let­te sowie häu­fig spe­zi­fi­sche Zusatz­ma­te­ria­li­en wie Lava­sand aus Island, tos­ka­ni­sche Erde oder Quarz­sand aus den hei­mi­schen Ber­gen unter­streicht die indi­vi­du­el­le Hand­schrift des Malers. Als Mal­grund bevor­zugt er Lein­wän­de in qua­dra­ti­schen For­ma­ten ver­schie­de­ner Grö­ßen, was ihm ein Gefühl von Aus­ge­wo­gen­heit gibt.

Mei­ne Bil­der sind oft Grat­wan­de­run­gen“, meint Zöh­rer. Manch­mal kip­pen die Farb­kom­po­si­tio­nen fast ins Abs­trak­te, ins Mys­ti­sche, dann wie­der ver­dich­ten sich Farb­flä­chen zu Hügeln, Ber­gen oder Küs­ten, oder las­sen Flo­ra­les, Grä­ser oder Wel­len erah­nen. Die Poe­sie der Bil­der scheint Wor­te über­flüs­sig zu machen. Der Rei­sen­de wird sei­ne Bil­der oft ver­geb­lich suchen. Denn es ist das Vor­recht von Dich­tern und Malern, die Rea­li­tät zu ver­dich­ten und von allem Ent­stel­len­den zu befreien.

Auch Städ­te­por­träts euro­päi­scher Metro­po­len ergän­zen das Spek­trum sei­ner euro­päi­schen Impres­sio­nen. Anre­gun­gen und Impul­se holt sich Zöh­rer fast jeden Som­mer im wel­len­um­tos­ten, unter Künst­lern welt­be­kann­ten Künst­ler­städt­chen St. Ives im süd­eng­li­schen Corn­wall. Beim jähr­lich statt­fin­den­den Künst­ler­sym­po­si­um wer­den neue Tech­ni­ken und Kom­po­si­ti­ons­kon­zep­te bespro­chen, tau­schen Künst­ler aus ganz Euro­pa ihre Erfah­run­gen aus.

Zöh­rer ver­steht es in hohem Maße das Spe­zi­fi­sche einer euro­päi­schen Land­schaft wie­der­zu­ge­ben. Es kam daher nicht von unge­fähr, dass ihm das Prä­di­kat „Euro­pama­ler“ zuteil wur­de und ihm zu exclu­si­ven Aus­stel­lun­gen in Euro­pa – Insti­tu­tio­nen verhalf.

Für sei­ne künst­le­ri­sche Arbeit und sein Bemü­hen als Bot­schaf­ter der Kunst wur­de dem Tiro­ler Künst­ler das „Öster­rei­chi­sche Ehren­kreuz für Wis­sen­schaft und Kunst“ vom Bun­des­prä­si­den­ten verliehen.

Hubert Zöh­rer wuchs in einer Fami­lie auf, in der Kunst immer einen wich­ti­gen Stel­len­wert ein­nahm. Schon sein Urgroß­va­ter und sein Groß­va­ter waren Maler, sein Vater betrieb Kunst­han­del und besaß die größ­te Bil­der­rah­men­fa­brik Öster­reichs. So ist es nicht ver­wun­der­lich, dass Hubert Zöh­rer sich neben sei­ner Tätig­keit als Päd­ago­ge- vor allem im Bereich der bild­ne­ri­schen Erzie­hung und in der Leh­rer­fort­bil­dung- ganz der bil­den­den Kunst verschrieb.

Vie­le Jah­re lei­te­te Zöh­rer die belieb­ten stets aus­ge­buch­ten Kur­se für Land­schafts­ma­le­rei im Kunst-und Bil­dungs­zen­trum Stift Geras in Nie­der­ös­ter­reich, dem größ­ten Krea­tiv­zen­trum Österreichs.

Hubert Zöh­rer will in sei­nen Arbei­ten Freu­de und eine lebens­be­ja­hen­de, posi­ti­ve Stim­mung ver­mit­teln, will die fas­zi­nie­ren­den Schön­hei­ten unse­res Kon­ti­nen­tes dem Betrach­ter näher bringen.

Ein Euro­pa der Gegen­sät­ze und der Viel­falt, aber doch ein durch die gemein­sa­me Kul­tur­ge­schich­te ver­ein­tes Europa.

Sieg­fried Weger, 31.8.2010

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