Die Herter-Hütte

Frü­her war der gesam­te west­li­che Teil des Mil­ser Gemein­de­ge­bie­tes eine „Hut­wei­de“. Die­ses Wei­de­ge­biet erstreck­te sich mit weni­gen aus­ge­nom­me­nen Stü­cken von der heu­ti­gen Bun­des­stra­ße bis hin­auf zum Wald. Als west­li­che Gren­ze galt der Wei­ßen­bach, als öst­li­che die heu­ti­ge Linie Dorf­stra­ße – Schnee­burg­stra­ße – Brunn­holz­stra­ße.

Die Herter-Hütte
Robert Obert­han­ner

Der Begriff „Hut­wei­de“ sagt schon aus, daß es sich um eine behü­te­te Wei­de han­delt. Die Auf­sicht hat­te der Her­ter (Hir­te). Die­ser muß­te das Vieh am Mor­gen im Dorf abho­len, wäh­rend des Tages betreu­en und am Abend wie­der jedem ein­zel­nen Hof zutrei­ben.
Als Unter­stand bei schlech­tem Wet­ter dien­te eine Her­ter-Hüt­te, die ober­halb des heu­ti­gen Restau­rants „Grün­egg“ stand.
Nach­wei­se über einen sehr lan­gen Bestand die­ser Ein­rich­tung gibt es genug. z.B. lesen wir im Urbar der Pfarr­kir­che von 1555:

Item die Nach­par­schaft zw Müls zinnst jer­li­chen von Irem Herterheusl zway Phundt sechs Kreu­zer.“

Die­se Abga­be ist rela­tiv hoch! Auch der Nach­satz inter­es­siert uns:

dis Heusl haben die Nach­par­schaft vor vie­len Jaren für frey ledig ver­kauft und ist dis khain Grunndt­zins jemals gewe­sen, und ist allein guetwil­lig geben wor­den.“

In den 50-iger Jah­ren wur­de die­se pri­mi­ti­ve Hüt­te abge­bro­chen. Die­ses Foto wur­de freund­li­cher­wei­se von Robert Obert­han­ner zur Ver­fü­gung gestellt. Er ist es auch, der an der Türe steht.

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