Bauernhöfe Nr. 41 bis 55

H.Nr. 41 „Gra­mentl Hof“, Vin­zenz­weg 2
H.Nr. 42 „Beim Han­ser“, Vin­zenz­weg 2
H.Nr. 43 „Beim Tisch­ler“, Ober­dorf 18
H.Nr. 44 „Beim Gat­te­rer“, Ober­dorf 20
H.Nr. 45 „Das Plan­ken-Gut“, Ober­dorf 17
H.Nr. 46 „Beim Ober­län­der“, Ober­dorf 19
H.Nr. 47 „Beim Zach­erl“, Has­lach­weg 2
H.Nr. 48 „Beim Grie­ßer“, Has­lach­weg 14
H.Nr. 49 „Beim Räder­ma­cher“, Has­lach­weg 11
„Schloß Hir­schen­lust“
H.Nr. 50 „Beim Grün­eg­ger“, Ober­dorf 36
H.Nr. 51 „Die Pfis­ter“, Ober­dorf, ohne Haus­num­mer
H.Nr. 52 „Beim Mül­ler“, Ober­dorf 40
H.Nr. 53 „Beim Schmied“, Brunn­holz­str. 8
H.Nr. 54 „Beim Tal­bau­er“, Ober­dorf 29
H.Nr. 55 „Beim Scho­ber“, Vin­zenz­weg 4

Über­sicht der Bau­ern­hö­fe [hier]

H.Nr. 41 „Gramentl Hof“, Vinzenzweg 2

Glößl­bau­er, Schlößl­mil­ler, exis­tiert heu­te nicht mehr, war ein ansitz­ar­ti­ger Hof, mit Stein­mau­ern umge­ben. Heu­te steht das St.Josefs-Institut an sei­ner Stel­le. Es han­delt sich um eine Behau­sung und Zuge­hör­de, Früh- und Baum­gar­ten 2318 Kl. sowie 1024 Kl. Holz — also kein Grund, was typisch ist für einen Ansitz des nie­de­ren Adels. Spä­ter sind dazu­ge­kom­men: ein Vier­tel Kam­mer­land mit 2159 Kl. Grund, ist frei, dann 560 Kl. Grund und 1816 Kl. Grund, sowie 558 Kl. Holz den Her­ren Lenar­di grund­zins­pflich­tig, dann 1774 Kl. Grund GH = Klos­ter St. Geor­gen­berg, und noch­mals 662 Kl. Grund dort­hin pflich­tig, schließ­lich ein Acker im Baum­kirch­ner Feld von 1954 Kl. von dem man nicht weiß wohin es grund­zins­pflich­tig ist (laut MTH.Kat).

Besit­zer: 1695(?) Johann Lud­wig von Tann­heim (Salz­amt­of­fi­zier) — 1721 die Geschwis­ter Tann­heim gemein­sam K. — im glei­chen Jahr Chris­toph Adam Moran­del, Sekre­tär des Stift und Regel­hau­ses, und sei­ne Gat­tin Anna Pröl­ler gemein­sam K. — 1774 Anna Pröl­ler Wit­we E. — 1791 Tho­mas Hue­ber, Sohn der Anna Pröl­ler aus zwei­ter Ehe E. Johann Hue­ber war Bestands­mül­ler, wes­halb der Hof­na­me (G) Schlößl­mil­ler vor­kommt.

  • 1824 Micha­el Hue­ber, Sohn Ü. — 1847 Anna Ange­rer, Wit­we Hue­ber mit 7 min­der­jäh­ri­gen Kin­dern gemein­sam E. — 1858 Micha­el Hue­ber, Sohn Ü.
  • 1892 Armen­fonds Mils K. Es folg­te der Umbau zum neu­en Armen­haus der Gemein­de.
  • 1897 kauf­ten die Barm­her­zi­gen Schwes­tern das halb fer­ti­ge Armen­haus und es ent­stand das St.Josefs-Institut.

H.Nr.42 „Beim Hanser“, Vinzenzweg 2

Ehe­ma­li­ger Bau­ern­hof, nicht mehr exis­tent, heu­te nörd­li­ches Are­al des St.Josefs-Instituts. BP. 72, MTH.Kat. 46 bis 491/4, FR.Kat. 69 bis 73.

Es han­delt sich um ein typi­sches frü­hes Söll­haus mit 1701 KI. Holz, kein Grund, GH = St.Margarethen Got­tes­haus im Gericht Rot­ten­burg. Dann kommt dazu ein frei­es Vier­tel Kam­mer­land 1832 Kl. Grund und 200 Kl. Holz, wei­ters ein Stück Grund laut MTH.Kat. 1274 Kl., laut FR.Kat. 1774 Kl. und ein Rain mit 244 Kl. Grund­zins an die Pfle­ge Thaur, end­lich ein Stück Grund mit 644 Kl., ist frei. Bei der Grund­auf­tei­lung erhält das Gut nur 500 Kl. Grund und den übli­chen Anteil an Holz.

1690 Gre­gor Loch­ner, Mül­ler­meis­ter, Micha­el Loch­ner, Sohn — 1737 die Kin­der des Micha­el Loch­ner gemein­sam E.; im glei­chen Jahr Johann Köß­ler, Pfann­haus­ar­bei­ter und sei­ne Gat­tin Agnes Stai­ner K. — 1779 Mathi­as Köß­ler, Sohn Ü. — 1806 Johann Köß­ler, Sohn Ü. — 1868 Johann Köß­ler, d.J. Ü. — 1896 Felix Unter­ber­ger und sei­ne Gat­tin Jose­fa Hop­pich­ler gemein­sam K. — 1901 Flo­ri­an Klem­sche und sei­ne Gat­tin Maria Walch gemein­sam K. — 1905 kauf­te das St.Josefs-Institut den Hof und riß ihn ab. Somit endet die Exis­tenz die­ses Hofes.

H.Nr. 43 „Beim Tischler“, Oberdorf 18

Söll­haus, gewölb­ter Flur, HG = Pfarr­wi­dum Mils, MTH.Kat. 50 bis 56V2, FR.Kat. 74 bis 83, BP. 73, 1634 Kl. Grund und 1330 Kl. Holz dem Pfarr­wi­dum Mils zins­pflich­tig, wei­ters 3 freie Stü­cke Grund von 2367 KI., dann ein Stück Grund von 1368 und 650 KI. Holz dem Klos­ter St.Georgenberg zins­pflich­tig, sowie 2 freie Stü­cke zusam­men 401 Kl., wei­ters ein Acker mit 1200 Kl. Grund im Baum­kirch­ner Feld, gehört nach Baum­kir­chen, dann 252 Kl. Grund GH=Pfarre Mils, jedoch ohne Zins, schließ­lich 753 Kl. Holz sind frei.

Wopf­ner, Anna Plank, Wit­we — 1692 Anna Wopf­ner, Toch­ter E. — 1706 Kas­par Schwa­nin­ger von Gna­den­wald K. — 1726 Mag­da­le­na Zeisler, Wit­we Schwa­nin­ger E. — 1734 Maria Schwa­nin­ger und Gat­te Jakob Prant­ner und Toch­ter E. — 1744 die Kin­der des Jakob Prant­ner ver­pach­ten — 1750 Josef Fel­de­rer und Gat­tin Maria Ren K. — 1758 Josef Fel­de­rer, Sohn E. — 1777 Chris­toph Mader und sei­ne

Gat­tin Katha­ri­na Penz gemein­sam; Mader war Tisch­ler­meis­ter, daher der Haus­na­me — 1792 Katha­ri­na Mader, Toch­ter, und ihr Gat­te Johann Prant­stet­ter gemein­sam Ü. — 1806 die Kin­der des Johann Prant­stet­ter gemein­sam — 1822 Franz Prant­stet­ter, Sohn Ü. — 1833 die Kin­der des Franz Prant­stet­ter gemein­sam E. — 1747 Peter Prant­stet­ter, Sohn, und Gat­tin Maria Hur­mann Ü. — 1891 Josef Prant­stät­ter, Sohn Ü. — 1899 Anna Leich­ter (Leuch­ter geb. Kuen von Hall) K. — 1906 Rudolf Leich­ter, Sohn Ü. — 1923 Maria Leich­ter, Wit­we geb. Haas E. — 1936 Alo­is Leich­ter, Sohn Ü.

  • 1982 Johann Leich­ter, Sohn E.
  • Das Haus ist 1898 bis auf die Grund­mau­ern abge­brannt, Anna Leich­ter kauf­te die Brand­rui­ne und bau­te wie­der auf.
H.Nr. 43 "Beim Tischler", Oberdorf 18
H.Nr. 43 „Beim Tisch­ler“, Ober­dorf 18

H.Nr. 44 „Beim Gatterer“, Oberdorf 20

Ehe­ma­li­ges Söll­haus, Behau­sung mit Zuge­hör­de, kleins­ter Früh­gar­ten mit 4 Kl. und kleins­ter Baum­gar­ten mit 14 Kl. BP. 75, MTH.Kat. 57 bis 57 1/5, FR.Kat. 84 bis 90, 1203 Kl. Holz GH=St.Margarethen, bei Jen­bach. Im Lau­fe der Zeit sind freie Stü­cke dazu­ge­kom­men mit 3287 Kl. Grund, sowie eine hal­be Jauch bei der Grund­auf­tei­lung.

Besit­zer: Franz Hibl — 1685 Johann Hibl, Bru­der des Johann und Gat­tin Maria Hal­ler K. — 1704 Mar­tin Hibl, Sohn E. — 1785 Maria Mit­ner, Wit­we des Mar­tin Hibl E. — 1788 Eli­sa­beth Jung, Nich­te des Johann Hibl 0. — 1792 Katha­ri­na Prug­ger, Toch­ter der Eli­sa­beth Jung, und Gat­te Josef Glogg­ner Ü. — 1816 Jakob Tschugg K. — 1832 Mathi­as Resch K. — 1835 Peter Rauth und Gat­tin Anna Dengg K. (ab jetzt heißt der Hof auch beim Rauth) — 1867 Anna Rauth, Wit­we 0. Im glei­chen Jahr Anna Rauth, Toch­ter Ü. — 1867 Anna Rauth und ihr Gat­te Johann Köl­li gemein­sam ME. — 1893 Josef Posch K. — 1898 brann­te das Haus ab. Im glei­chen Jahr kauf­te Josef Brand­stät­ter die Brand­rui­ne. Josef Posch war Bau­er beim Schiachl, Josef Brand­stät­ter war Bau­er beim Tisch­ler. 1899 Josef Horn­stei­ner.

  • 1902 Anto­nie Attlmayr K.
H.Nr. 44 "Beim Gatterer", Oberdorf 20
H.Nr. 44 „Beim Gat­te­rer“, Ober­dorf 20

H.Nr. 45 „Das Planken-Gut“, Oberdorf 17

Eine Behau­sung mit Zuge­hör­de, Früh- und Baum­gar­ten, west­lich vom Hof stand der Kalk­ofen der Zeisler. GH=Pfarre Mils, sowie 470 Kl. Grund GH=Pflege Thaur (Ein­fang?) wei­sen auf ein Söll­haus hin. Wei­ters 2890 Kl. Grund und 590 Kl. Holz GH=Kloster St.Georgenberg, dann ein Vier­tel Kam­mer­land 1212 Kl. Grund ist frei, dann ein Stück Grund von 265 Kl. GH=Lenardi, wei­ters 1110 Kl. Grund GH=Baron von Schnee­burg, schließ­lich bei der Grund­auf­tei­lung 500 Kl. Grund zuge­schla­gen.

Besit­zer: Micha­el Plank — 1696 Sohn Jakob Plank und sei­ne Gat­tin Eva Stein­lech­ner gemein­sam — 1728 Jakob Plank, Wit­wer AE. — 1734 Georg Plank, Sohn Ü. — 1780 Toch­ter Maria Plank und Gat­te Peter Plank Ü. — 1810 Simon Plank. Schwa­ger K. — 1816 Peter Plank, Bru­der, und Gat­tin Maria Plank E. — 1830 The­res Plank, Nich­te der Maria Plank, und Gat­te Josef Platt­ner E. — 1892 Maria Platt­ner und Gat­te Johann Moser und bei­de Töch­ter gemein­sam E. Der Hof brann­te 1898 ab. Im glei­chen Jahr kauf­te Josef Horn­stei­ner die Brand­rui­ne und bau­te das Haus auf.

  • 1900 Josef Fisch­ler K. Seit­her heißt das Haus beim Bäcken
  • Abriss 2014
H.Nr. 45 "Das Planken-Gut", Oberdorf 17
H.Nr. 45 „Das Plan­ken-Gut“, Ober­dorf 17

H.Nr. 46 „Beim Oberländer“, Oberdorf 19

Beim Taxer, Tux, Kirch­ner sind wei­te­re Haus­na­men, GH=Pfarre Mils.

Es han­delt sich um eine Behau­sung und Zuge­hör­de, Früh- und Baum­gar­ten, wei­ters ein Stück, der alte Baum­gar­ten, 1546 Kl. und 2 Stück zusam­men 4334 Kl. Grund GH=Pfarrwidum Mils, wei­ters 1654 Kl. Grund eben­falls GH=Pfarrwidum Mils, dann 2 Stü­cke Grund zusam­men 1424 Kl. sind frei, dann ein Stück Grund 1192 Kl. ist frei, jedoch ist ein Spiel­s­tier für die Gemein­de zu hal­ten. Wei­ters 3676 Kl. Holz aus dem Gat­ter­le­hen GH—Stift St.Georgenberg und schließ­lich eine alte Feu­er­stät­ten-Gerech­tig­keit GH = Pfle­ge Thaur.

Besitzer:

Adam Zeisler, Simon Zeisler — 1713 Georg Zeisler und Gat­tin The­re­sia Schal­ler E. — 1729 Mar­tin Zeisler kauft nur die Stü­cke — 1757 Johann Straub und Gat­tin M. The­re­sia Zeisler und Toch­ter K. — 1759 Andrä Zeisler und Gat­tin Eli­sa­beth Jene­wein K. — 1772 Eli­sa­beth Jene­wein, Wit­we Ü. — 1777 Josef Zeisler, Pacht — 1780 Andre­as Zeisler, Sohn E. — 1784 Josef Fel­de­rer K. — 1790 Bart­lmä Töl­ler K. — 1800 Josef Wopf­ner, Pfann­haus­ar­bei­ter K. — Ger­traud Hoch­schwar­zer, Gat­tin des Josef Wopf­ner, Besitz­ver­trag 1817 — 1832 die Erben des Josef Wopf­ner Ü. Im glei­chen Jahr Johann Lach­ar­tin­ger und sei­ne Gat­tin Mag­da­le­na Pröl­ler K. gemein­sam — 1843 Johann Lach­ar­tin­ger, Sohn Ü. — 1844 Peter Posch K. — 1847 Josef Schöpf und sei­ne Gat­tin Judith Prantl K. gemein­sam — 1854 Ste­fan Penz K. — 1864 Josef Stadl­wie­ser d. Ä.

  • 1899 St.Josefs-Institut kauf­te das Haus und den Groß­teil der Stü­cke
  • 1901 das St.Josefs-Institut ver­kauf­te an Johann Jun­ker, Vieh­händ­ler beim Tschugg, Haus und einen Teil des Gar­tens.
H.Nr. 46 "Beim Oberländer", Oberdorf 19
H.Nr. 46 „Beim Ober­län­der“, Ober­dorf 19

H.Nr. 47 „Beim Zacherl“, Haslachweg 2

Auch beim Kirch­ner, Ange­rer genannt; BP. 77, 78, GH = Pfar­re Mils. Es han­delt sich um eine Behau­sung und Zuge­hör­de, wei­ters 4047 Kl. Grund und 3699 Kl. Holz GH=Lenard, dann 3473 Kl. Grund GZ an die Pfle­ge Thaur, sowie ein Vier­tel Kam­mer­land mit 1951 Kl. Grund und 397 Kl. Holz, ohne Anga­ben, ein klei­ner Fleck von 55 Kl. zinst dem Hof­bau­schrei­ber­amt.

Besitzer

Georg Kern — 1663 Joa­chim Jung K. — 1701 Johann Jung d.Ä. Ü. — 1751 Johann Jung d. j. Sohn Ü. — 1788 Jakob Platt­ner K. — 1813 Micha­el Platt­ner, Sohn Ü. — 1847 Peter Posch K. — 1848 Alo­is Posch, Sohn K. — 1849 Andre­as Ange­rer K. — 1862 die Kin­der des obi­gen E. — 1883 Andrä Ange­rer, Sohn E. — 1890 Ignaz Kris­mer K.

  • 1920 Johann Kris­mer, Sohn E.
  • 1970 Ber­ta Huber geb. Kris­mer

 

H.Nr. 48 „Beim Grießer“, Haslachweg 14

Klam­mer-Gütl, beim Spötl, GH—Pfarre Mils, MTH.Kat. 72 bis 721/2, FR.Kat. 123 bis 124, BP. 79. Es han­delt sich um ein altes Söll­haus mit Früh- und Baum­gar­ten, einem Stück Grund von 587 Kl. und 208 Kl. Holz. Bei der Grund­auf­tei­lung wur­den 45 Kl. zum Haus­gartl und 455 Kl. zuge­teilt. An der Süd­ost­sei­te des Hau­ses sind noch Erd­be­ben­stüt­zen vorn alten Grie­ßer­hof.

Besit­zer: Veit Aigent­ler — 1709 Sohn Jakob Aigent­ler, Salz­berg­ar­bei­ter E. — 1726 Simon Hal­ler, Salz­ber­ger K. — 1777 Hele­na Hal­ler, Toch­ter — 1823 Anna Hal­ler Ü. — 1842 Anton Obert­han­ner K. — 1843 Ignaz Ölha­fen K. — 1854 Anton Obert­han­ner K. — 1856 Johann Grie­ßer K. — 1875 Johann Grie­ßer d. j. Sohn E. — 1890 Alo­is Huber K. — 1890 Alo­is Huber K. 3 Tage spä­ter Johann Port­ner K. — 1901 Ignaz Kris­mer, Schwie­ger­sohn K.

  • 1901 Judith Von­metz und ihre Toch­ter Emma Von­metz gemein­sam K. Sie bau­te die Von­metz-Vil­la
  • Abriss 2014
Vonmetz Villa, Milser Schlössl, Beim Grießer
H.Nr. 48 „Beim Grie­ßer“, Has­lach­weg 14

H.Nr. 49 „Beim Rädermacher“, Haslachweg 19

Das Jäger­haus, zum Grün­eg­ger Kom­plex gehö­rig, dien­te den Reis­jä­ger­fa­mi­li­en als Woh­nung. Ein Zwin­ger für Hun­de war west­lich ange­schlos­sen. Nörd­lich des Hau­ses befand sich ein klei­ner Tier­gar­ten. EH. Fer­di­nand II. dürf­te die­ses Gebäu­de 1583/85 erbaut haben. Ein nie­de­rer klei­ner Kel­ler wur­de ost­sei­tig vom Früh­gar­ten aus beschüt­tet.

Nach Auf­lö­sung des Stift und Regel­hau­ses kauf­te 1783 Baron von Stern­bach das Haus, den hal­ben (ost­sei­ti­gen) Mühl­an­ger 1591 Kl. Grund, sowie alle Jagd- und Fische­rei-Rech­te. Das Haus wur­de ver­pach­tet.

Päch­ter: 1704 Jacob Vintl, 1777 Judas Tha­de­us Oba­cher, Jäger — 1789 ver­pach­te­te v. Ster­bach wei­ter — 1801 Johann Oba­cher — Johann Hil­ber — 1861 Johann Hil­ber jun. — 1886 Maria Kirch­mayr, Wit­we — 1895 Felix Andrä Unter­ber­ger, Peter Wald­ner.

Besitzer

  • 1852 Fer­di­nand Baron von Ster­bach E.
  • 1914 Gui­do B.v. Ster­bach E.
  • 1931 Johan­na v. Stern­bach, Wit­we Liphart E.
  • 1932 Dr. Ernst Liphart, Schen­kung
  • 1964 Dr. Bern­hard Karl Liphart E.
H.Nr. 49 "Beim Rädermacher", Haslachweg 19
H.Nr. 49 „Beim Räder­ma­cher“, Has­lach­weg 19

Schloß Hirschenlust

Hirsch­ge­schray, Grien­egg, angeb­lich soll schon um 1400 eine lan­des­fürst­li­che Jagd­hüt­te bestan­den haben, hand­fes­te Bewei­se dafür gibt es kei­ne, außer die Nach­richt von Haus­meis­tern, die schon vor EH. Fer­di­nand II. Holz aus dem Pfann­haus bezo­gen. Jeden­falls begann EH. Fer­di­nand II. um 1576 mit dem Bau (Um-Aus­bau) des Hau­ses zum ade­li­gen Ansitz, der spä­ter Grien­egg genannt wur­de. Von Grö­ße, Beschaf­fen­heit und Aus­stat­tung erfah­ren wir erst über Ange­bo­te, Kos­ten­rech­nun­gen für den Wie­der­auf- bzw. Neu­bau. Dem­nach hat­te das Schloss vier Eck­tür­me und eine ziem­lich reich aus­ge­stat­te­te, an der Ost­sei­te ange­bau­te Kapel­le (Wei­he 1586). Es gab eine eige­ne Was­ser­lei­tung aus dem Hall­tal. Wäh­rend am Bau ca. 10 Jah­re lang gear­bei­tet wur­de, kauf­te der Erz­her­zog ab 1582 mit 8 Kauf­brie­fen das Then­ning-Gut (heu­te Grün­eg­ger), die Müh­le mit dem hal­ben Mühl­an­ger, sowie 18 Holz­tei­le und gro­ße Flä­chen Grund. 1588 schenk­te der Lan­des­fürst das gan­ze Grün­eg­ger-Urbar mit Hir­schen­lust, Wohl­ge­muts­heim, Farb­mach­er­hof samt allen Zuge­hör­den sei­ner zwei­ten Gat­tin Anna Katha­ri­na von Man­tua. Am 24.1.1595 starb Fer­di­nand, Anna Katha­ri­na trat 1612 mit ihrer Toch­ter Maria in das von ihr gegrün­de­te Stift und Regel­haus zu Inns­bruck ein, des­sen Rech­te von den nach­fol­gen­den Lan­des­fürs­ten bestä­tigt wur­den. 1621 starb Anna Katha­ri­na in Inns­bruck und ihre Toch­ter über­ließ die Besit­zun­gen dem Erz­her­zog Karl. Nach sei­nem Tode 1662 ging der Besitz wie­der an das Regel­haus zurück. Am 6.10.1686 brann­te Hir­schen­lust voll­stän­dig ab. Wäh­rend Men­schen und Tie­re geret­tet wer­den konn­ten, fiel die gan­ze Ein­rich­tung den Flam­men zum Opfer. 1783 lös­te Kai­ser Josef II. das Stift und Regel­haus auf. Alle Rea­li­tä­ten wur­den ver­stei­gert, 1790 kam es zu kon­kre­ten Besitz­wech­seln, denen Tausch­ge­schäf­te zwi­schen B. v. Stern­bach und Harm (Müh­le) folg­ten.

54a_Schloß Hirschenlust
Schloß Hir­schen­lust

H.Nr. 50 „Beim Grünegger“, Oberdorf 34

Heu­te Haus Eli­sa­beth, Wohn­haus und Pen­si­on. Nir­gends wur­den die Haus­num­mern so oft gewech­selt wie beim Grün­eg­ger-Kom­plex. 42845 Kl. Grund und 45112 KI. Holz, sowie eine Vogel­hüt­te auf der Mundl­f­eis gehör­ten dazu. Bei der Grund­auf­tei­lung kamen 21/2 Jauch Grund und 4 Holz­tei­le mit 8932 Kl. dazu. Dabei ist zu berück­sich­ti­gen, dass der Groß­teil davon unter den Besitz­nach­fol­gern auf­ge­teilt wird, sodass kei­ne Zin­sen auf­schei­nen. Beim Ankauf hat­te EH. Fer­di­nand alle grund­herr­li­chen Beschwer­den abge­löst. Bestand­män­ner waren 1724 Georg Schlapp, Mathi­as Köß­ler, 1735 Mathi­as Schlapp, 1775 Peter Stein­lech­ner.

Besitzer

1789 Frei­herr von Stern­bach — 1798 Andrä Köß­ler K. — 1799 Josef Hop­pich­ler K. — 1802 Georg Mayr K. — 1814 Gre­gor Mayr, Sohn E. — 1849 Peter Mayr, Sohn E. — 1868 Georg Mayr, Bru­der — 1874 Georg Mayr und sei­ne Gat­tin Ger­traud Gschnit­zer ME. — 1885 Johann Port­ner K. — 1890 Peter Scho­ner K. — 1894 Julia Köl­ner K. — 1928 Ger­traud und Wolf­gang Moser, Geschwis­ter E.

  • 1931 Franz Hau­ser d.Ä.K.
  • 1965 Franz Hau­ser d.J. E.
  • 1991 Robert Hau­ser, Sohn Ü.
H.Nr. 50 "Beim Grünegger", Oberdorf 34
H.Nr. 50 „Beim Grün­eg­ger“, Ober­dorf 34

Durch den fami­liä­ren Zusam­men­schluss der Fami­li­en Hau­ser und Obert­han­ner ent­stand ein neu­es Gut — Grün­eg­ger-Mül­ler. Robert Hau­ser und Pris­ka Obert­han­ner hei­ra­te­ten 1989. Pris­ka, die Erbin des Mül­ler-Gutes, brach­te die Vor­aus­set­zun­gen mit, um den Titel Erb­hof zu erlan­gen, der 2000 ver­lie­hen wur­de (nach der Geset­zes­än­de­rung, wonach die weib­li­che Erb­fol­ge der männ­li­chen gleich­ge­setzt wur­de). Es ist der ers­te Erb­hof in Mils!

1.9.1775, bei der 1. Ver­stei­ge­rung wur­de ange­führt: das Mayr­haus bestehend in einer Stu­be, Küche, fünf Kam­mern, Sta­del und Stal­lung (wur­de der nörd­lich des Hau­ses befind­li­che Eis­kel­ler ver­ges­sen, oder erst spä­ter durch Dr. Köl­ner erbaut?). Das Haus wur­de mehr­mals bau­lich ver­än­dert, dient heu­te als Wohn­haus und Pen­si­on. Dr.med. Otto Köl­ner, Gat­te der Julia Köl­ner geb. Häuß­ler hat­te zwi­schen Wohn­haus und Stal­lung ein Bad­haus für Herz­kran­ke errich­tet. Er setz­te auf Ernäh­rung und Was­ser­ku­ren. Nach der Tei­lung von 1965 über­nahm Franz Hau­ser die­ses Gebäu­de und bau­te es als Wohn­haus aus. Sein Bru­der Josef über­nahm das Wohn­haus (Mayr­haus) und bau­te es um. Dane­ben bau­te er einen Mast­stall, heu­te Bau­hof der Gemein­de.

In der Zeit als das Klos­ter Wess­obrunn Güter (5 Kam­mer­land) in Mils besaß, war die­ser Hof der „MAYRHOF“ und als sol­cher für die Ver­wal­tung die­ser Güter zustän­dig. Am 25.1.1361 gin­gen die­se Güter (Kon­rad der Klam­mer, Hein­rich der Pad­stu­ber, Els­beth die Chaum­rech­tin, Sohn der Els­beth, genannt Wern­her der Chaum­recht und der Mayr­hof gele­gen ober­halb Mülls bei der Stam­ser Mühl, den Kon­rad der Grant­ner, Bür­ger von Hall, vie­le Jah­re von uns hat­te) durch Tausch-Kauf an das Klos­ter Pol­ling über. Spä­ter teil­wei­se an das Stift Wil­ten, dann Wald­auf-Stif­tung.

H.Nr. 51 „Die Pfister“, Oberdorf, ohne Hausnummer

Pis­tor = Bäcker, die Bäcke­rei dien­te allen auf Hir­schen­lust und den dazu­gehörigen Men­schen. Selbst nach der Auf­tei­lung der Regel­haus-Güter wur­de die­ses Recht bei­be­hal­ten. Der Back­ofen wäre heu­te noch funk­ti­ons­tüch­tig.

Beschrei­bung laut Ver­stei­ge­rung: hat eine Stu­be, eine Küche, drei Kam­mern und Back­ofen. Es war ein rei­nes Dienst­bo­ten­haus mit bis zu drei Fami­li­en, grenzt an die Stra­ße und hat kei­nen Umschwung, Heu­te macht das Gebäu­de lei­der einen sehr gebrech­li­chen Ein­druck.

H.Nr. 52 „Beim Müller“, Oberdorf 40

Bis 1333 zurück zu ver­fol­gen, als die Müh­le ins Eigen­tum des Stif­tes Stams kam. 1582 war sie ein wich­ti­ger Bestand­teil zur Ver­sor­gung von Hir­schen­lust. 1775 sagt die Taxa­ti­on: Mihl Behau­sung mit einer Stu­be, ein Milch­st­ü­be­le, drei Kam­mern, außer der­sel­ben Sta­del und Stal­lung. In der Mihl zwei Geng (Mahl­wer­ke), hat nebst der Was­ser­not ein lan­ges Rinn­werk zu Unter­hal­ten, von dahe­ro Haus und Mihl nicht wohl höher ange­schla­gen wer­den kann, dann unge­fähr 700 fl.

Süd­lich des Weges ein Sta­de­le und Stal­lung BP. 83, Früh- und Baum­gar­ten, wei­ters der hal­be Mühl­an­ger mit 1591 KI. dann wei­ters Grund und Holz (der heu­ti­ge Mül­ler- Sta­del wur­de erst viel spä­ter gebaut).

  • 1789, nach Auf­he­bung des Regel­hau­ses kam es zur Ver­stei­ge­rung, bei der der Bestands­mül­ler Johann Harm die Müh­le samt lie­gen­den Gütern erwarb. Anschlie­ßend tausch­ten er und Frei­herr von Stern­bach eini­ge Stü­cke.
  • 1796 Paul Harm, Sohn 0. (er ver­un­glück­te beim Edel­weiß­pflü­cken) — 1821 Maria Harm, Toch­ter E. Im glei­chen Jahr erhielt ihr Gat­te Anton Obert­han­ner ME. 1862 Anton Obert­han­ner, Wit­wer E. — 1868 Josef Obert­han­ner, Sohn Ü. — 1881 sei­ne Kin­der gemein­sam E.
  • 1905 Alo­is Obert­han­ner AE.
  • 1931 Karo­li­na Obert­han­ner und ihre acht Kin­der E. (unter ihr wur­de die Müh­le auf Tur­bi­nen­be­trieb umge­stellt).
  • 1962 Robert Obert­han­ner AE. Pris­ka Obert­han­ner, Toch­ter Ü.
H.Nr. 52 "Beim Müller", Oberdorf 40
H.Nr. 52 „Beim Mül­ler“, Ober­dorf 40

H.Nr. 53 „Beim Schmied“, Brunnholzstr. 8

Es ist das letz­te der Regel­haus-Güter. Es han­delt sich um eine Behau­sung samt einer Schmit­ten, Früh- und zwei Baum­gär­ten, ein hal­bes Kam­mer­land — das Tschirg­gen­bau, uralter Besitz des Klos­ters Pol­ling (1686 Klos­ter Wil­ten) mit 13 Stück Grund und 6 Holz­tei­len ohne Behau­sung. 1775 waren es noch 3756 KI. Grund und 1235 Kl. Holz, wei­ters 175 Kl. Grund und 987 Kl. Holz sind frei, dann 1630 Kl. Grund GH=Pflege Thaur und 2433 Kl. Grund frei, schließ­lich 488 Kl. Grund gibt Grund­zins an Wein­hart. Die Schmie­de selbst als Waf­fen­schmie­de ist sehr weit zurück rei­chen­des Lehen der Pfle­ge Thaur, 1583 von Erz­her­zog Fer­di­nand II. zu Hir­schen­lust erwor­ben, nach der Auf­lö­sung des Stif­tes und Regel­hau­ses ver­stei­gert.

Besitzer

Die Wölfl, meh­re­re Genera­tio­nen Waf­fen­schmie­de — Peter Schmied­lech­ner — 1781 Mathi­as Empa­cher K. — 1819 Seve­rin Empa­cher Ü. — 1825 Anton Bucher K. — 1841 sei­ne Kin­der gemein­sam Ü. — 1845 Ander Kap­fe­rer (daher auch der Name beim Schmied­an­der) — 1849 Micha­el Rath­ge­ber K. — 1852 Franz Peter K. — 1856 Andrä Jene­wein K. — 1859 Johann Pur — 1862 Filo­me­na Erla­cher K. — 1866 Johann Fel­der von Absam für sei­ne min­der­jäh­ri­gen Kin­der K. — 1883 Josef Fel­der — 1898 brennt die Schmie­de ab, wird nicht mehr auf­ge­baut. Die Fami­lie kauf­te spä­ter H.Nr. 56. Die lie­gen­den Stü­cke wur­den zer­stü­ckelt. 1899 wur­de auf der Brand­rui­ne das Hei­de­schlößl erbaut, häu­fi­ger Besit­zer­wech­sel,

  • Heu­te: Fami­lie Kirch­mair.
H.Nr. 53 "Beim Schmied", Brunnholzstr. 8
H.Nr. 53 „Beim Schmied“, Brunn­holz­str. 8

H.Nr. 54 „Beim Talbauer“, Oberdorf 29

Seit 1885 beim Pus­te­rer, Behau­sung mit Zuge­hör­de, Früh- und Baum­gar­ten mit spä­te­rer klei­ner Land­wirt­schaft und typi­schen Abga­ben für ein Söll­haus Wild­tau­ben und Hüh­ner. Wei­ters ein hal­bes Kam­mer­land mit 5253 Kl. Grund, 2006 KI. Holz GH=Weinhart.

Besitzer:Gregor Loch­ner, Mül­ler­meis­ter auf Grien­egg . 1724 Maria Prant­stät­ter, sei­ne Wit­we E. — 1730 Anna Loch­ner, Toch­ter E. — 1741 Josef Stras­ser K. — 1782 Georg Stras­ser, Sohn Ü. — 1813 Johann Stras­ser, Sohn Ü. — 1850 Anna Stras­ser, Toch­ter und ihr Gat­te Josef Schindl gemein­sam K. — 1877 Alo­is Zach K. — 1885 Micha­el Nie­der­wan­ger und sei­ne Gat­tin Maria Gra­ber gemein­sam K. 1907 Micha­el Nie­der­wan­ger E. — 1946 Micha­el Nie­der­wan­ger, beschränkt ent­mün­digt E.

  • 1957 Josef Zin­ger­le E.
  • Die nord­sei­ti­ge Ten­nen­auf­fahrt wur­de abge­bro­chen, Umbau zu einem Mehr­fa­mi­li­en­wohn­haus.

H.Nr. 55 „Beim Schober“, Vinzenzweg 4

Eine Behau­sung mit Zuge­hör­de, Früh- und Baum­gar­ten. Zum Haus gehö­ren nur 6 Stü­cke Holz, zusam­men 1648 Kl., GH = Pfarr­kir­che Mils, wei­ters 2237 Kl. Grund GH = Pfle­ge Thaur. Das alte Söll­haus wur­de mehr­mals umge­baut, heu­te abge­ris­sen, zwei Neu­bau­ten ste­hen auf dem Grund.

  • 1951 Georg Osl und sei­ne Gat­tin Maria geb. Schindl U. gemein­sam
  • 1983 ihre Kin­der gemein­sam E.
H.Nr. 55 "Beim Schober", Vinzenzweg 4
H.Nr. 55 „Beim Scho­ber“, Vin­zenz­weg 4

Die Bauernhöfe in Mils

Die Bau­ern­hö­fe in Mils“
Quel­le: Gemein­de Mils, Bau­amt und Dorf­buch Mils, Her­bert Zim­mer­mann. Erstellt 2008 von Chro­nist Kling­ler Friedl. Bei­trag: Josef Wald­ner, klei­ne Kor­rek­tu­ren: Mar­co Weg­lei­ter, 2020.

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