Bauernhöfe Nr. 11 bis 24

H.Nr. 11 „Beim Moar“, Unter­dorf 14
H.Nr. 12 „Beim Lorer“, Unter­dorf 12
H.Nr. 13 „Beim Stöckl“, Unter­dorf 9
H.Nr. 14 „Beim Papst“, Unter­dorf 7
H.Nr. 15 „Beim Jud“, Unter­dorf 5
H.Nr. 16 „Beim Stundl“, Unter­dorf 10
H.Nr. 17 „Beim Was­ten“, Unter­dorf 3
H.Nr. 18 „Beim Möß­mer“, Unter­dorf 1
H.Nr. 19 und 20 „Beim Zeisler“, Unter­dorf 2 und 4
H.Nr. 21 „Der Pfarr­wi­dum“, Ober­dorf 2
H.Nr. 22 „Das Mes­ner Haus“, Ober­dorf 1
H.Nr. 23 „Beim Zuzie­cher“, Ober­dorf 3
H.Nr. 24 „Beim Mang“, Ober­dorf 6

Über­sicht der Bau­ern­hö­fe [hier]

H.Nr. 11 „Beim Moar“, Unterdorf 14

Wird auch das Gie­ser-Gut, das Stein-Gut genannt. Moar ist eine Verball­hornung des Fami­li­en­na­mens Mayr. GH. Pfar­re St.Margarethen bei Jen­bach. Das Gie­ser-Gut ist eine Behau­sung mit Zuge­hör­de, Früh­gar­ten, Baum­gar­ten mit 1538 Kl., 4367 Kl. Grund, 2728 Kl. Holz. Der Hof ist uralt (Bad­stu­be­rin), die Grund­herr­schaft geht wahr­schein­lich auf die Getz­ner-Stif­tung zurück, Wald­schwes­tern-Hall­tal, St.Martin-Gnadenwald, St.Margarethen im Gericht Rot­ten­burg. Dazu kom­men 1′/2 Kam­mer­land mit 10583 Kl. Grund und 3926 Kl. Holz; die­ses ist frei, ledig. Wei­ters aus dem Gäm­ling-Gut 1822 Kl. Grund GH. St.Georgenberg, dann das Fürs­ten­an­gerl mit 195 Kl. GH. Regel­haus. (Die­ses Angerl wur­de vom Lan­des­fürs­ten mehr­mals gleich­zei­tig an ver­schie­de­ne Per­so­nen ver­lie­hen, was zu Ver­wir­rung führ­te). Sowie die Holzau mit 1218 Kl. Grund, die frei ist.

Besitzer

Tho­man Mayr — 1683 Andrä Mayr, Sohn Ü. — 1728 Bart­lmä Mayr, Sohn E. — 1768 Maria Mayr, Toch­ter, E. — 1769 Maria Mayr und ihr Gat­te Peter Schmid­lech­ner ME. — 1810 Johann Schmid­lech­ner, Sohn, Ü. — 1855 Johann Schmid­le­cher d.J. E. — 1891 Jakob Schmid­lech­ner, Sohn, E. (er ver­kauf­te das Gut, um es zwei Jah­re spä­ter zurück­zu­kau­fen, wodurch die Berech­ti­gung zum Erb­hof­ti­tel ver­lo­ren ging). 1897 Johann Gol­ser und sei­ne Gat­tin The­res gemein­sam K.

  • 1899 Jakob Schmied­lech­ner K.
  • 1932 Johann Schmid­lech­ner, Sohn, Ü.
  • 1976 Rosa Schmid­lech­ner ver­ehe­lich­te Dornau­er Ü.
  • Ange­baut an die Nord-West-Sei­te des Wohn­hau­ses befin­det sich die Moar­-Kapel­le mit sehens­wer­ten Votiv­ta­feln und einem Schmer­zens­mann.
H.Nr. 11 "Beim Moar", Unterdorf 14, Fam. Schmidlechner K.
H.Nr. 11 „Beim Moar“, Unter­dorf 14, Fam. Schmid­lech­ner K.

H.Nr. 12 „Beim Lorer“, Unterdorf 12

Die­ser Kom­plex, Wirts­haus und Hof wur­de auf­ge­las­sen, an sei­ner Stel­le befin­det sich ein Ein­fa­mi­li­en­haus.
Zur Wirts­be­hau­sung gehör­te ein Baum­gar­ten mit 488 Kl. und ein Acker im unte­ren Feld von 1000 Kl. Grund, kein Holz.
Im Gast­gar­ten wur­de in frü­he­ren Zei­ten Thea­ter gespielt.

Besitzer

Frei­herr Johann Franz von Schnee­burg (durch die­sen kurz­zei­ti­gen Besitz wur­de das Wirts­haus vom Grund­zins befreit) — 1716 Peter Schal­ler K. — 1719 Matheus Lech­ner K. — 1722 Matheus Lech­ner und sei­ne Gat­tin Anna Hue­ter ME. — 1746 Frei­herr Franz Wolf­gang von Schnee­burg durch Losungs­kauf, wor­auf das Wirts­haus ver­pach­tet wur­de (Andrä Suit­ner und sei­ne Gat­tin The­re­sia Unter­ber­ger). 1758 Johann Straub K. ( Gat­tin The­re­sia Zeisler Besit­ze­rin des obe­ren Wirts­hau­ses) — 1769 M The­re­sia Zeisler K.AE. — 1776 Josef Fel­de­rer K. — 1784 Lorenz Mayr K. — 1799 Franz Mayr, Sohn ‚K. — 1813 Lorenz Mayr, Sohn Ü. — 1816 Lorenz Ham­mer K. — 1826 Josef Ham­mer, Sohn Ü. — 1848 Anna Fren­nin­ger, Wit­we Ham­mer E. — 1856 Josef Ham­mer, Stief­sohn Ü. und sei­ne Braut Maria Rauch gemein­sam — 1861 Maria Ham­mer, Wit­we E. — 1867 Peter Fiech­ter K. — 1868 Johann Ange­rer K. — 1870 Ger­traud Fiech­ter, Wit­we Huber K. — 1889 Andrä Ange­rer K. — 1904 Jose­fa Ange­rer, Wit­we E.

  • 1904 Johann Hau­ser K. Gat­tin ME.
  • 1923 Johann Hau­ser AE.
  • 1958 Franz Leg­ner und sei­ne Gat­tin Aloi­sia Kasen­ba­cher
H.Nr. 12 "Beim Lorer", Unterdorf 12
H.Nr. 12 „Beim Lorer“, Unter­dorf 12

H.Nr. 13 „Beim Stöckl“, Unterdorf 9

Frü­her das Pich­ler-Gut, ist uralter Bestand des Klos­ters St. Geor­gen­berg,
Es han­delt sich um eine Behau­sung mit Früh- und Baum­gar­ten, 11228 Kl. Grund und 5998 Kl. Holz, sowie ein frei­es Stück von 462 Kl. Grund.

Besitzer

Hans Schmid — 1691 Mag­da­le­na Schmid, Schwes­ter E. — 1693 Mag­da­le­na Schmid und ihr Gat­te Paul Prant­stet­ter ME. — 1699 Peter Prants­töt­ter, Sohn Ü. — 1711 Ursu­la Zeisler, Wit­we des obi­gen E. — 1723 Ursu­la Zeisler und ihr zwei­ter Gat­te Gal­lus Hue­ber E. — 1727 Bart­lmä Prants­töt­ter, Sohn 0. — 1752 Anna Mayr, Wit­we des obi­gen E. — 1769 Kas­par Prant­stet­ter, Sohn Ü. — 1803 Johann Prant­stet­ter, Sohn Ü. — 1812 Geno­ve­va Prant­stät­ter und Gat­te Josef Köß­ler E. — 1848 Josef Köß­ler, Sohn Ü. — 1849 The­res Köß­ler, Schwes­ter, und Gat­te Johann Stras­ser Ü. — 1900 Anton Stras­ser, Sohn E. — 1902 Micha­el Bach­mann K. — 1903 Katha­ri­na Gschö­ßer geb. Sin­ger K. — 1907 Josef Klin­gen­schmid und sei­ne Gat­tin Katha­ri­na Zach gemein­sam K. — 1930 Jose­fa Klin­gen­schmid Ü. — 1934 Jose­fa Kröll geb. Klin­gen­schmid Ü.

  • 1948 Jose­fa Gogl geb. Klin­gen­schmid Ü.
  • 1952 Jose­fa Gogl und Anton Gogl gemein­sam Ü.
  • 1973 Anton Gogl AE.
  • Nach dem Brand von 1913 wur­de das Haus um ein Ober­ge­schoss erhöht.
H.Nr. 13 "Beim Stöckl", Unterdorf 9
H.Nr. 13 „Beim Stöckl“, Unter­dorf 9

H.Nr. 14 „Beim Papst“, Unterdorf 7

Auch beim obe­ren Stindl oder das Plan­ken-Gut, GH. Klos­ter St.Georgenberg, nicht zu ver­wech­seln mit dem Plan­ken-Gut im Ober­dorf.
Das Plan­ken-Gut beinhal­tet eine Behau­sung und Zuge­hör­de, Früh- und Baum­gar­ten, 4433 Kl. Grund, aber nur 862 Kl. Holz. Zum Besitz aber nicht zum Gut gehö­ren wei­ters 6862 Kl. Grund und 1767 Kl. Holz. Die­ses Gut ohne Behau­sung hat eine wech­sel­haf­te Geschich­te. Wahr­schein­lich gehör­te es zur Grund­aus­stat­tung des Klos­ters Wess­obrunn, dies tausch­te mit dem Klos­ter Pol­ling im Jah­re 1361. Das Klos­ter Wil­ten ver­wal­te­te teil­wei­se die Pol­lin­ger Güter in Tirol und kauf­te 1686 die­ses Gut. 1898 tausch­te es sei­ner­seits das Gut mit der Wald­auf-Stif­tung in Hall. Wei­ters gehö­ren in den Besitz 1948 Kl. Grund und 210 Kl. Holz, die der Pfar­re Mils grund­recht­bar sind. Abschlie­ßend noch 3478 Kl. Grund und 640 Kl. Holz, die frei und ledig sind.

Besitzer

Gabri­el Plank, Sohn, Augus­tin Plank, Sohn, – 1701 Andrä Plank, Sohn E. — 1717 Maria Zim­mer­mann, Wit­we des obi­gen E. — 1733 Simon Plank, Sohn E. — 1761 Johann Plank, Sohn Ü. — 1800 Peter Plank, Sohn Ü. — 1830 Franz Plank, Vet­ter E. — 1849 Micha­el Kro­nau­er K. — 1851 Josef Told und sei­ne Gat­tin Anna Mair gemein­sam K.

1856 Johann Föger K. — 1871 Georg Föger, Sohn E. — 1903 Franz Föger, Sohn E. — 1958 Lui­se Kno­flach geb. Föger Ü.

H.Nr. 14 "Beim Papst", Unterdorf 7
H.Nr. 14 „Beim Papst“, Unter­dorf 7

H.Nr. 15 „Beim Jud“, Unterdorf 5

Einer der weni­gen frei­en Höfe in Mils, der erst spät durch Tei­lung ent­stan­den ist. Es han­delt sich um eine Behau­sung mit Früh- und Baum­gar­ten, 916 Kl. sowie 1874 Kl. Grund und 1790 Kl. Holz. Wei­ters ein Vier­tel Kam­mer­land 2231 Kl. Grund, ist eben­falls frei. Schließ­lich 936 KI. Grund GH. Regel­haus Inns­bruck.

Besitzer

Veit Prad­ler — 1702 Anna Rösch, Wit­we des obi­gen E. — 1720 Georg Prad­ler, Sohn E. — 1736 Josef Stras­ser K. — 1736 Kin­der des Georg Prad­ler gemein­sam durch Rück­lo­sung — 1764 Ignaz Prad­ler, Sohn Ü. — 1777 Mathi­as Jud K. — 1781 Josef Jud, Sohn Ü. — 1811 Johann Jud, Sohn Ü. — 1855 Johann Jud jun., Sohn E.1896 Johann Jud, Sohn E. — 1908 Maria Jud

  • 1910 Josef Föger K.
  • 1936 Wil­helm Hirsch­hu­ber Ü.
  • 1973 Elfrie­de Hirsch­hu­ber
H.Nr. 15 "Beim Jud", Unterdorf 5
H.Nr. 15 „Beim Jud“, Unter­dorf 5

H.Nr. 16 „Beim Stundl“, Unterdorf 10

Zum Haus gehört nur ein Früh- und ein Baum­gar­ten, sowie 458 KI. Holz. Unter den Auf­la­gen: muss auch eine not­wen­di­ge Mau­er erhal­ten. Dazu kom­men zwei freie Grund­stü­cke mit 2509 Kl. das nach­fol­gen­de gan­ze Kam­mer­land ist ein uralter Besitz des Klos­ters St. Geor­gen­berg (ohne Behau­sung) mit 3865 Kl. Grund und 1572 Kl. Holz.

Besitzer

Teil A: Johann Gar­ber — 1707 Eva Zeisler, Wit­we des obi­gen, E. — 1708 Franz Trost­ber­ger K. — 1717 Chris­toph Lai­char­din­ger K. — 1753 Anton Resch K. — 1756 Matheus Lech­ner K.
Teil B: 1717 Jacob Hal­ler K. — 1730 Kin­der des Jacob Hal­ler E. — 1730 Ursu­la Zei­ler, Wit­we des Gal­lus Hue­ber K. — 1734 Franz Pliem K. — 1751 Maria Stipp­ler, Wit­we des Franz Pliem, E. — 1756 Matheus Lech­ner K. somit ist das Haus wie­der unge­teilt.
1760 Georg Fan­k­hau­ser K. — 1784 Maria Mag­da­le­na Fan­k­hau­ser, Toch­ter, und Gat­te Franz Pröl­ler Ü. — 1811 Anna Pröl­ler, Toch­ter, und Gat­te Josef Stras­ser E.

  • 1850 Kin­der des Josef Stras­ser gemein­sam E. — 1860 Andrä Stras­ser, Sohn Ü.
  • 1894 Johann Stras­ser, Sohn Ü. — 1900 Alo­is Stras­ser, Bru­der Ü.
  • 1912 Franz Wech­sel­ber­ger K.
  • 1957 Alo­is Wech­sel­ber­ger, Sohn Ü.
  • 1982 Ger­traud Höger, Toch­ter Ü.
H.Nr. 16 "Beim Stundl", Unterdorf 10
H.Nr. 16 „Beim Stundl“, Unter­dorf 10

H.Nr. 17 „Beim Wasten“, Unterdorf 3

Woher der Hof­na­me kommt, ist unsi­cher, ob von einem Besit­zer (Sebas­ti­an), oder von der GH. St. Sebas­tia­ni-Bru­der­schaft in Hall.
Es han­delt sich um eine Behau­sung mit Zuge­hör­de, Früh- und Baum­gar­ten mit 1426 Kl. Holz, also außer den Gär­ten kein Grund, was typisch ist für ein spä­tes Söll­haus. Muss auch eine not­wen­di­ge Mau­er erhal­ten. Die zustän­di­ge GH. wech­selt zu Bäcker­bru­der­schaft, spä­ter zu Stadt­spi­tal Hall. Wei­ters ein Vier­tel Kam­mer­land mit 1369 Kl. Grund und 914 Kl. Holz, GH. Pfar­re Mils. Der Schrei­ber des MTH.Kat. ver­merkt, dass 914 Kl. halbs schlech­tes Früh­mand, halbs Acker auf der Stein­bruggn dazu­ge­hö­ren, aber strit­tig sind. Wei­ters ein frei­es hal­bes Kam­mer­land mit 2416 Kl. Grund ohne Holz. Schließ­lich 233 Kl. Grund, dem Klos­ter St. Geor­gen­berg Teil­zins und Grund­zins pflich­tig. Die Sub­stanz­ver­meh­rung wird hier deut­lich sicht­bar. In die­sem Haus ist 1791 das Groß­feu­er aus­ge­bro­chen. Das Haus wur­de abge­ris­sen, ein Neu­bau, der sich gut ins Dor­bild ein­fügt, wur­de erstellt.

Besitzer

Georg Prant­stet­ter — Hans Jung — Hans Seut­ner — Jacob Seut­ner — Doro­thea Hibl — Wit­we Seut­ner — 1700 Gre­gor Seut­ner, Sohn E. — 1746 Maria Suit­ner, Toch­ter Ü. — 1749 Anna Suit­ner, Schwes­ter K. — 1754 Lorenz Mayr, der Kauf wird rück­gän­gig gemacht. 1754 Maria Win­disch und ihr Gat­te Sebas­ti­an Posch K. — 1767 Maria Win­disch, Wit­we E. — 1797 Josef Posch, Sohn, und sei­ne Gat­tin Anna Holz­mann E. — 1817 Anna Holz­mann, Wit­we E.

  • 1821 Josef Posch, Sohn E. — 1850 Gott­fried Posch, Sohn E.
  • 1880 Wit­we und Kin­der des Josef Posch gemein­sam E.
  • 1896 Peter Posch E.
  • 1942 Johann Posch und Gat­tin Maria Traut E.
H.Nr. 17 "Beim Wasten", Unterdorf 3
H.Nr. 17 „Beim Was­ten“, Unter­dorf 3

H.Nr. 18 „Beim Mößmer“, Unterdorf 1

Muss frü­her wohl das Mes­ner­haus gewe­sen sein.
Es han­delt sich um eine Behau­sung mit Zuge­hör­de, Früh- und Baum­gar­ten von 1116 Kl., 9923 Kl. Grund und 3349 Kl. Holz. Dazu ein frei­es hal­bes Kam­mer­land mit 2923 Kl. Grund und 836 Kl. Holz, wei­ters ein Stück Grund von 263 Kl. GH. St. Geor­gen­berg, schließ­lich drei Stü­cke Grund mit 3409 Kl., wofür Hilfs­zins der The­re­sia Zeisler zu leis­ten ist.

Besitzer

Mar­tin Pogner — 1693 Andrä Pogner E. — 1719 Maria Pogner, Schwes­ter, und Gat­te Josef Jung, hier scheint Mes­ner auf, K. — 1758 Josef Jung, Wit­wer E. — 1766 Josef Jung jun., Sohn E. — 1810 Johann Jung, Sohn Ü. — 1814 Josef Jung, Bru­der K. — 1834 Wit­we und Kin­der des Josef Jung gemein­sam E. — 1879 Niko­laus Jung, Bru­der E. — 1889 Franz Elis­ka­ses K.

  • 1930 Maria Rech­eis geb. Elis­ka­ses Ü.
  • 1950 Kas­si­an Rech­eis und sei­ne Kin­der E.
  • 1957 Franz Rech­eis, Sohn E.
  • 1965 Pau­la Rech­eis E. (Thaur)
H.Nr. 18 "Beim Mößmer", Unterdorf 1
H.Nr. 18 „Beim Möß­mer“, Unter­dorf 1

H.Nr. 19 und 20 „Beim Zeisler“, Unterdorf 2 und 4

Hieß spä­ter „Beim Tief­entha­ler“, „Schal­ler-Gut“. Eine genaue Tren­nung der bei­den Besit­ze ist schwie­rig, wes­halb wir die­se zusam­men­neh­men. Bei­de sind frei und lut­hei­gen, was sich eigent­lich nur auf das Gast­haus bezieht.
Gast­haus Tief­entha­ler: das Pfarr­wi­dum-Gut umfasst 2729 Kl. Grund und 1762 Kl. Holz, GH. Pfan-widum Mils, wei­ters ein Vier­tel Kam­mer­land mit 1857 KI. Grund, ohne Holz, GH. Klos­ter St.Georgenberg, wei­ters ein gan­zes Kam­mer­land mit 8434 KI. Grund und 2314 Kl. Holz, GH. eben­falls Pfan-widum Mils, dann ein Kalk­ofen, der frei ist (die Zeisler kamen durch Kalk und Zie­gel­bren­nen und Han­del in Hall zu Wohl­stand). Dann ein hal­bes Kam­mer­land mit 6390 KI. Grund und 3002 Kl. Holz, GH: Schlu­der­ba­cher in Inns­bruck. Dann drei Pos­ten mit 738 Kl., 1430 Kl., 4471 KI. Grund und 1582 KI. Holz. GH. beim ers­ten Pos­ten Pfarr­wi­dum, die bei­den ande­ren Pfarr­kir­che Mils, was ja nicht das sel­be war. Es fol­gen zwei freie Stü­cke Grund mit 267 Kl. Und 300 Kl.

  • 1847 hei­ra­te­te die Besit­ze­rin Maria Klo­cker Johann Tief­entha­ler, der von Kema­ten kam.
  • 1880 wur­de der Besitz je zur Hälf­te deren Sohn Johann Tief­entha­ler und sei­ne Gat­tin Anto­nia Aigner über­tra­gen.
  • 1905 Franz Tief­entha­ler erbt eine Hälf­te, 1926 die zwei­te.
  • 1947 Franz Tief­entha­ler jun.
  • 1974 Wit­we Rosa Tief­entha­ler und ihre drei Söh­ne.
H.Nr. 19 und 20 "Beim Zeisler", Unterdorf 2 und 4
H.Nr. 19 und 20 „Beim Zeisler“, Unter­dorf 2 und 4
Gasthof Tiefenthaler 2009. Gaststätte in Pacht: Christoph Fischler
Gast­hof Tief­entha­ler 2009. Gast­stät­te in Pacht: Chris­toph Fisch­ler
  • Das Kapell­schrei­ber-Gut (Schal­ler-Gut): eine Behau­sung mit Zuge­hör­de, ein gro­ßer Baum­gar­ten mit 1834 Kl. Und ein Früh­gar­ten mit 90 Kl., aber nur 1378 KI. Grund, wes­halb es heißt: hat Holz­man­gel. Das Gut war also schon vor 1775 stark geteilt, wes­halb die Besit­ze­rin auch von vier Höfen Teil­zins-Hilfs­zins erhält.
  • 1769 ging der Besit­zer Johann Straub in Kon­kurs, Maria Zeisler kauf­te das Gut. Seit­dem ist es mit dem Zeisler-Gut ver­eint.
  • Das Schal­ler­haus wird spä­ter von der Gemein­de gekauft und zum neu­en Gemein­de­amt umge­baut und 2003 bezo­gen.
  • Gast­hof Tief­entha­ler 2009. Gast­stät­te in Pacht: Chris­toph Fisch­ler

H.Nr. 21 „Der Pfarrwidum“, Oberdorf 2

Heu­te der Widen, frü­her Bau­ern­hof GH. Stift und Regel­haus in Inns­bruck.

Besitzer

H.Nr. 21 "Der Pfarrwidum", Oberdorf 2
H.Nr. 21 „Der Pfarr­wi­dum“, Ober­dorf 2

Mathi­as Hal­ler — 1680 Mar­tin Lach­ar­tin­ger, Schnei­der­meis­ter k. — 1706 Sohn Hans Lach­ar­tin­ger, Schnei­der­meis­ter Ü. — 1733 Sohn Lorenz Lach­ar­tin­ger, Salz­berg­ar­bei­ter Ü. — 1736 Gabri­el Schlie­renzau­er, Schnei­der­meis­ter und Gat­tin Maria Lach­ar­tin­ger K. (sie­he H.Nr. 99 — 1774 Mar­tin Schlie­renzau­er, Sohn (H.Nr. 28) E. — 1776 wird Haus und Hof mit der Pfar­re getauscht, ab jetzt neu­er Widen.
Es han­delt sich um Behau­sung mit Zuge­hör, Früh- und Baum­gar­ten 2525 KI., 5686 Kl. Grund und 4385 Kl. Holz. Alles zusam­men ist zwar weni­ger wert als das Tausch­ob­jekt, aber dem Pfar­rer war die Nähe zur Kir­che wich­ti­ger. 1703 waren außer o.a. Stü­cke noch fünf Stü­cke Grund und vier Holz­tei­le dabei, laut Tes­ta­ment des Mar­tin Lach­ar­tin­ger soll Sohn und Bru­der Chris­toph das hal­be Schei­ben­scha­fer-Gut erhal­ten (sie­he dort).

H.Nr. 22 „Das Mesner Haus“, Oberdorf 1

Über die­ses Haus wis­sen wir lei­der nichts. Dass es alt sein muss, geht aus einem Visi­ta­ti­ons­be­richt von 1681 her­vor, wo der bau­fäl­li­ge Zustand und das undich­te Dach erwähnt wird. Es gehör­te seit undenk­li­chen Zei­ten zur Pfarr­kir­che. Es wur­de zwar eini­ge Male umge­baut, aber Gewöl­be sind noch vor­han­den. In einem der Räu­me wur­de über Jahr­hun­der­te Schu­le gehal­ten. Zur Pfar­re gehör­ten BP. 24 St.Annakirche, 25 Fried­hof­mau­er, 26 Pfarr­kir­che Maria Him­mel­fahrt. Laut MTH.Kat. 247 heißt es: ein jewei­li­ger Mes­ner; eine Behau­sung und Zuge­hör­de, ein Baum­gar­ten 614 Kl., ein Früh­gar­ten 12 Kl. ist frei, ledig, BP. 54, FR.Kat. 380. Bei der Grund­auf­tei­lung erhält die­ses Haus kei­nen Grund, aber zu Holz­wachs wie jedes ande­re 2233 Kl.

Sanie­rung 2015 im Zuge des Baus des neu­en Dorf­zen­trums

H.Nr. 22 "Das Mesner Haus", Oberdorf 1
H.Nr. 22 „Das Mes­ner Haus“, Ober­dorf 1

H.Nr. 23 „Beim Zuziecher“, Oberdorf 3

Das Gut ist frei, lutei­gen. Eine Behau­sung und Zuge­hör­de, Früh- und Baum­gar­ten.
Ein Vier­tel Kam­mer­land 3077 Kl. Grund und 1552 Kl. Holz ist dem Stift und Regel­haus grund­zins­pflich­tig; wei­ters ein Vier­tel Kam­mer­land 2843 KI. Grund ohne Holz ist den Her­ren von Wein­hart in Inns­bruck grund­zins­pflich­tig, wei­ters 928 KI. Holz, ledig. Bei der Grund­auf­tei­lung erhält die­ses Gut nur die Hälf­te, also 500 Kl. öder Grund, aber 2233 Kl. Holz.

Besitzer

Jacob Mil­ler — 1693 Josef Mil­ler, Sohn, Pfann­hau­ser E. — 1728 Jene­wein Mil­ler, Sohn E. — 1753 Ursu­la Schall­hart, Wit­we des obi­gen, E. — 1768 Josef Mil­ler, Sohn und Gat­tin Maria Unter­lech­ner E. — 1789 Peter Unter­lech­ner K. — 1822 Anna Unter­lech­ner, Wit­we, geb. Zeisler E? — Niko­laus Unter­lech­ner, Sohn, inof­fi­zi­el­le Über­ga­be — 1844 Georg Unter­lech­ner, Sohn des Peter Unter­lech­ner, 0. — 1874 Micha­el Pfan­zel­ter, Pfle­ge­sohn K. — 1883 Simon Anfang K. — 1883 Georg Pran­tau­er von Schön­berg k. — 1913 Josef Ste­cher K.
1918 Alo­is Vogels­ber­ger K. — 1932 Anton Wie­ser K. — 1935 Josef Eisen­ste­cken und sei­ne Gat­tin Rosa geb. Schaf­fen­rat gemein­sam K. — 1941 Rosa Eisen­ste­cken AE. — 1959 Josef Eisen­ste­cken (geb. 1907) Ü.
Abriss 2015

H.Nr. 23 "Beim Zuziecher", Oberdorf 3
H.Nr. 23 „Beim Zuzie­cher“, Ober­dorf 3

H.Nr. 24 „Beim Mang“, Oberdorf 6

Mang kommt vorn Vor­na­men Magnus. Der Hof scheint erst­mals 1333 im Besitz des Stif­tes Stams auf. Er dien­te lan­ge Zeit als Gemein­de­kanz­lei. Das Haus wur­de eini­ge Male umge­baut, wobei die rund­bo­gi­gen Ein­gangs­tü­ren ver­lo­ren gin­gen, das Gewöl­be ist noch erhal­ten. GH. Stift Stams.
Es han­delt sich um eine Behau­sung mit Zuge­hör, Früh- und Baum­gar­ten. Die­ses Gut war bestimmt zwei Kam­mer­land groß, wor­aus Stü­cke gebro­chen wur­den, wofür der Besit­zer von vier Höfen Teil- und Hilfs­zins erhält. 1775 ist es ein und ein ach­tel Kam­mer­land mit 6611 Kl. Grund und 3417 Kl. Holz.

Besitzer

Georg Mayr — 1716 Anton Mayr, Sohn, E. — 1720 Franz Ein­kem­mer, Losungs­kauf; im glei­chen Jahr Maria Schmadl und Gat­te Gall Pir­cher, Losungs­kauf — 1732 Peter Hop­pich­ler und Gat­tin Anna Mayr K. — 1744 Anna Mayr, Wit­we, K. — 1749 Johann Hop­pich­ler, Sohn, E. — 1767 Mathi­as Schmid und sei­ne Gat­tin Anna Jabin­ger gemein­sam K. — Johann Hop­pich­ler d. Ä. Gat­tin Bar­ba­ra Gan­dl, Losungs­kauf — 1768 Johann Pröl­ler K. — 1769 Johann Hop­pich­ler d.J. und sei­ne Gat­tin Maria Pom­ber­ger, Rück­lo­sung — 1820 Wit­we und Kin­der des Johann Hop­pich­ler gemein­sam E. — 1834 Alo­is Hofer K. — 1842 Magnus Schnei­der K. — 1874 (2. Gat­tin) Rosi­na Wacker und die Kin­der gemein­sam E. — 1875 Josef Kirch­ner und sei­ne Gat­tin Maria Jud gemein­sam K. — 1880 Johann Hil­ber K. — 1884 Alo­is Mayr­ho­fer K. — 1888 Anton Stei­ner und Gat­tin Julia­na Rief K. — 1897 Josef Stadl­wie­ser jun. — 1908 Peter Unter­gas­ser K. — 1909 Josef Pat­schei­der K.

  • 1911 Gemein­de Mils Ver­stei­ge­rungs-Kauf
  • 1974 Fritz Gatt
H.Nr. 24 "Beim Mang", Oberdorf 6
H.Nr. 24 „Beim Mang“, Ober­dorf 6

Die Bauernhöfe in Mils

Die Bau­ern­hö­fe in Mils“
Quel­le: Gemein­de Mils, Bau­amt und Dorf­buch Mils, Her­bert Zim­mer­mann. Erstellt 2008 von Chro­nist Kling­ler Friedl. Bei­trag: Josef Wald­ner, klei­ne Kor­rek­tu­ren: Mar­co Weg­lei­ter, 2020.

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