Kindergarten Dorf 20-jähriges Jubiläum

Kindergarten Dorf 20-jähriges Jubiläum
Die ent­schei­den­den Gemein­de­rä­te vl.: Her­bert Zim­mer­mann, Franz Hau­ser, Luis Wech­sel­ber­ger, Josef Ober­ho­fer, BH Dr. Nöbl, Bgm. Vogels­ber­ger, Pfar­rer Wil­le, Vzbgm. Josef Wald­ner, Albert Tusch, Hans Arnold. ver­deckt: Her­mann Tiefenthaler

Vor ca. 25 Jah­ren wur­de im dama­li­gen Mil­ser Gemein­de­rat, unter Bgm. Vogels­ber­ger, der Beschluß gefaßt, einen Gemein­de­kin­der­gar­ten zu errichten.

Mit einem Kos­ten­auf­wand von ca. 2 Mio. S wur­de 1968 ein, für die dama­li­ge Zeit wohl revo­lu­tio­nie­ren­des, moder­nes Gebäu­de fer­tig­ge­stellt. Die Plä­ne stam­men von Dipl.-Ing. Dre­ger und Dipl.-Ing. Loch. Sehr viel wur­de über die­se Flach­dach­an­la­ge dis­ku­tiert und, obwohl der Bau bereits fer­tig war, sag­te ein Mil­ser Ori­gi­nal: „Die Leu­te sol­len sich nicht auf­re­gen, wenn da mal ein Dach dar­auf ist, wird das Gan­ze schon recht schön aussehen.“

Bei grö­ße­ren Regen­fäl­len muß­te die Auf­räu­me­rin, die Fel­der Mali, bis zu 17 Kübel unter­stel­len, um eine grö­ße­re Über­schwem­mung zu ver­hin­dern. Die Gemein­de hat dann tat­säch­lich ein „Dach auf das Dach“ auf­set­zen lassen.

Im Okto­ber 1968 erfolg­te die Ein­stel­lung der bei­den Kin­der­gärt­ne­rin­nen Jose­fi­ne Ver­gö­rer, verh. Weid­ho­fer, und Eli­sa­beh Baum­gart­ner, verh. Unter­ber­ger. Die­se bei­den nah­men dann am 2. Dezem­ber ihre Arbeit im Kin­der­gar­ten auf.

Anfangs besaß man im Kin­der­gar­ten nur Tische und Stüh­le, im Lau­fe der Jah­re kamen dann Raum­tei­ler, Vor­hän­ge etc. dazu. Bis zum Herbst 1973 hat­te Bgm. Vogels­ber­ger die Lei­tung des Kin­der­gar­tens, die ab Okto­ber 1973 von E. Unter­ber­ger über­nom­men wur­de. 1974 wur­de Ernes­ti­ne Erb­schwend­ter, verh. Weger ein­ge­stellt. Sie über­nahm die mitt­ler­wei­le not­wen­dig gewor­de­ne 3. Grup­pe im Kin­der­gar­ten. In der Zeit von 1968 bis 1988 besuch­ten ins­ge­samt 757 Kin­der den Kindergarten.

Inzwi­schen wur­de auch der Kin­der­gar­ten Mil­ser-Hei­de eröff­net und der­zeit befin­den sich knapp über 100 Kin­der in den bei­den Häusern.

Anläß­lich des heu­ri­gen Mar­ti­ni­um­zu­ges hat man des 20jährigen Bestands­ju­bi­lä­ums gedacht und Bgm. Hans Arnold konn­te in sei­ner Lau­da­tio berich­ten, wie schwie­rig es vor 20 Jah­ren war, jun­ge Kin­der­gärt­ne­rin­nen ein­zu­stel­len, da sich eini­ge Gemein­de­bür­ger für eine „Alte“ und eine „Jun­ge“ aus­ge­spro­chen hat­ten, er sich aber für zwei Jun­ge ein­ge­setzt habe und beim dama­li­gen Bür­ger­meis­ter Vogels­ber­ger auch die Zustim­mung dazu erhielt. Rück­bli­ckend läßt sich fest­stel­len, daß die­se Lösung eine sehr gute war.

Es wäre noch zu sagen, daß immer wie­der bei Tei­len der Bevöl­ke­rung gesagt wur­de, die Ein­rich­tun­gen sei­en zu groß oder zu früh. Im Nach­hin­ein muß aber gesagt wer­den, selbst wenn man noch so groß­zü­gig baut, wie es bei bei­den Kin­der­gär­ten der Fall war, die Kin­der­gär­ten, bei der rasch anstei­gen­den Bevöl­ke­rungs­zahl in Mils, bald wie­der zu klein wur­den. Der zwei­grup­pi­ge Kin­der­gar­ten im Dorf wur­de nach kur­zer Zeit zu klein und muß­te im Jah­re 1973 um eine Grup­pe erwei­tert wer­den. Dies war nur mög­lich, indem man den Ärz­te­raum ander­wei­tig unter­brach­te und hier die­se Grup­pe ein­rich­te­te. Das glei­che Pro­blem besteht jetzt auch im Kin­der­gar­ten Mil­ser-Hei­de, wo wir uns nach Fer­tig­stel­lung der Wohn­plät­ze für jun­ge Mil­ser um eine 3. Grup­pe küm­mern wer­den müssen.

Sehr erfreu­lich ist das Ergeb­nis der letz­ten Inspek­ti­on, bei der dem Kin­der­gar­ten in allen Spar­ten: Füh­rung, Bestand, Aus­stat­tung etc. ein „Sehr gut“ aus­ge­spro­chen wurde.

Quel­le: Mil­ser Gemein­de­blatt 1988

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