8 Fragen an Bgm. Dr. Hanser (2015)

Bei­na­he zwei Amts­pe­ri­oden (12 Jah­re) ist Dr. Peter Han­ser nun Bür­ger­meis­ter in Mils. Mit einer 10jährigen Funk­ti­on des Vize­bür­ger­meis­ters sum­miert sich dies zu einer respek­ta­blen Zeit­span­ne an der Spit­ze der Gemein­de­füh­rung – Grund genug, um ein Gespräch über grund­le­gen­de bzw. aktu­el­le Fra­gen der Gemein­de­po­li­tik zu führen.

8 Fragen an Bgm. Dr. Hanser (2015)
BGM. Dr. Peter Hanser

Stimmt es, dass du bei der nächs­ten Gemein­de­rats­wahl im kom­men­den Fe­bruar wie­der antre­ten wirst?

Ja, dazu habe ich mich nach Rück­spra­che mit mei­ner Frak­ti­on entschlossen.

Was war für dei­ne Ent­schei­dung ausschlaggebend?

Das Dorf­zen­trum mit dem Betreu­ten Woh­nen ist gera­de in Bau und die Start­wohnungen für jun­ge Fami­li­en sol­len nächs­tes Jahr begon­nen wer­den. Bei­de Pro­jek­te – das eine für die älte­ren und das ande­re für die jün­ge­ren Mil­se­rin­nen und Mil­ser – möch­te ich erfolg­reich abschließen.

Wie siehst du dich in der Rol­le des Bürgermeisters?

Als Bür­ger­meis­ter bin ich einer­seits in einer Rol­le des Mode­ra­tors tätig, ande­rerseits sind die Geschäf­te nach der Ti­roler Gemein­de­ord­nung ver­ant­wort­lich zu füh­ren und dies erfor­dert in gewis­sen Situa­tio­nen rasches und effi­zi­en­tes Han­deln. Beschlüs­se im Gemein­de­rat wer­den in Aus­schüs­sen (in denen alle Frak­tio­nen ver­tre­ten sind) vor­be­ra­ten und fal­len groß­teils ein­stim­mig. Manch­mal ist es jedoch erfor­der­lich mit Mehr­heit abzu­stim­men, schließ­lich sind wir ja gewählt wor­den um Ent­schei­dun­gen zu treffen.

Was war bzw. ist das schwie­rigs­te Kapi­tel dei­ner Amtszeit?

Das ist wohl die Ver­kehrs-Pro­ble­ma­tik. Hier gibt es ein­fach unter­schied­li­che Zu­gänge mit per­sön­li­chen Inter­es­sen oder ideo­lo­gi­schen Vor­ga­ben, die mit der Rea­lität nur schwer zu ver­ein­ba­ren sind.

Sind die Ent­schei­dun­gen bezüg­lich Bus­ver­bin­dun­gen schon gefallen?

Nein. In Ver­hand­lun­gen mit dem VVT und Bera­tun­gen im Gemein­de­rat sol­len best­mögliche Lösun­gen gefun­den werden.

Stimmt es, dass in den letz­ten 10 Jah­ren vie­le Bau­grund­stü­cke neu gewid­met wurden?

Nein, das ist nicht rich­tig. In die­sen 10 Jah­ren wur­den neben den Wid­mun­gen im Gewer­be­park nur die Flä­chen für die geför­der­te Rei­hen­haus­an­la­ge Untritt und die geför­der­te Wohn­an­la­ge Sonn­wend neu gewid­met. Prak­tisch alle Bauvorha­ben wur­den von pri­va­ten Bau­her­ren auf bereits seit Jahr­zehn­ten gewid­me­ten Grund­stü­cken errichtet.

Ist dar­an gedacht, im Kir­ch­an­ger Bau­gründe zu widmen?

Nein, das ist nicht denk­bar. Es wur­de zwar von der Oppo­si­ti­on bei der letz­ten Wahl behaup­tet, ist jedoch recht­lich nicht mög­lich. Der Kir­ch­an­ger wie der größ­te Teil des öst­li­chen Orts­ran­des ist Teil der über­ört­li­chen Grün­zo­ne und damit nicht widmungsfähig.

Wo gab es in dei­ner Amts­zeit die größ­ten Veränderungen?

Das ist schwer zu gewich­ten – die schu­li­sche Erzie­hung mit dem Neu­bau der Volks­schu­le und der Aus­bau der Kin­der­be­treu­ung gehö­ren aber sicher dazu. Heu­te gibt es eine Kin­derkrippe für Zwei­jäh­ri­ge, hier wer­den 50 Kin­der in drei Grup­pen betreut. Eine wei­te­re Grup­pe wird nächs­tes Jahr vor­aus­sicht­lich dazu kom­men. In den zwei Kin­der­gär­ten sind in sechs Grup­pen 126 Kin­der angemel­det. In allen Kin­der­gär­ten und in der Volks­schule gibt es einen Mittagstisch.

Quel­le: Dorf­blatt 10/2015

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