Jakob Gapp-Preis für Soziales Zentrum St. Josef

Zum ers­ten Mal ging die kirch­li­che Aus­zeich­nung an ein Tiro­ler Non-Pro­fit-Unter­neh­men, in dem die Betriebs­lei­tung eine hohe sozia­le Ver­ant­wor­tung wahr nimmt und sich nach­hal­tig für ein gutes Betriebs­kli­ma bemüht. Bischof Man­fred Scheu­er ver­lieh den dies­jäh­ri­gen Jakob  Gapp – Preis an das Sozia­le Zen­trum St. Josef in Mils.

Seit über hun­dert Jah­ren wer­den im Sozia­len Zen­trum St. Josef in Mils Men­schen mit Behin­de­run­gen beglei­tet und gepflegt. Eine hohe Arbeits­qua­li­tät sieht die Betriebs­lei­tung als Grund­vor­aus­set­zung für eine hohe Lebens­qua­li­tät ihrer zu betreu­en­den Kli­en­tIn­nen. Für das jah­re­lan­ge Enga­ge­ment mit unter­schied­lichs­ten Akzen­ten zur Stei­ge­rung eines guten

Arbeits­kli­mas wur­de den 200 Mit­ar­bei­te­rIn­nen von Bischof Man­fred Scheu­er im Dezem­ber der P. Jakob Gapp-Preis ver­lie­hen.

In sei­ner Anspra­che beton­te Bischof Scheu­er die zwi­schen­mensch­li­chen Aspek­te, die in sozia­len Dienst­leis­tungs­be­trie­ben die Basis bil­den für eine gute Arbeit. Neben den erfor­der­li­chen Manage­ment­fak­to­ren sei­en es geleb­te Wer­te und Hal­tun­gen, wel­che die Qua­li­tät der Arbeit aus­ma­chen. Bischof Scheu­er gra­tu­lier­te der Lei­tung des Mil­ser Sozi­al­be­trie­bes für die gelun­ge­ne Umset­zung die­ser so wich­ti­gen Bezie­hungs­qua­li­tät in einem Unter­neh­men, wo es für Mit­ar­bei­te­rIn­nen tag­täg­lich dar­um geht, mit gro­ßer Sen­si­bi­li­tät auf Men­schen mit zum Teil schwe­ren Ein­schrän­kun­gen lie­be­voll ein­zu­ge­hen.

Bemühen um Patienten und Mitarbeiter

Franz Wech­sel­ber­ger als Lei­ter des Pater Gapp-Krei­ses beton­te die viel­fäl­ti­gen Akzen­te, die für die Ent­schei­dung der Jury aus­schlag­ge­bend waren: Geleb­te Füh­rungs­grund­sät­ze, Betriebs­kin­der­krip­pe, flä­chen­de­cken­de Super­vi­si­ons- und Coa­ching­an­ge­bo­te sowie die Unter­stüt­zung des Pfle­ge- und Betreu­ungs­per­so­nals durch eine geschul­te Psy­cho­lo­gin zeich­nen die Arbeits­qua­li­tät in der Mil­ser Sozi­al­ein­rich­tung beson­ders aus.

In unse­rer Zeit wer­den vie­le Prei­se und Awards ver­lie­hen. Die Aus­zeich­nung mit dem Pater Gapp-Preis zählt zu den ganz Beson­de­ren. Es ist uns Mit­ar­bei­te­rIn­nen eine gro­ße Ehre, die­sen Preis ent­ge­gen­neh­men zu dür­fen. Wir sehen dies gleich­zei­tig als Ver­pflich­tung, in unse­ren Bemü­hun­gen zum Wohl der Mit­ar­bei­te­rIn­nen nicht nach­zu­las­sen“, so Heim­lei­ter Mat­thi­as Wal­ter in sei­nen Dan­kes­wor­ten.

Im Rah­men einer Mess­fei­er wird der Jakob Gapp – Aner­ken­nungs­preis jedes Jahr von Bischof Man­fred Scheu­er über­reicht. Der Preis ist eine Initia­ti­ve der Katho­li­schen Arbeit­neh­me­rIn­nen-Bewe­gung Tirol, die sich für eine gute Arbeit im Sin­ne der Katho­li­schen Sozi­al­leh­re stark macht. Der Preis erin­nert an den Seli­gen Pater Jakob Gapp aus Wat­tens. Wegen sei­ner unbe­irr­ten Gerad­li­nig­keit, sei­nes sozia­len Den­kens und Han­delns und sei­nes Ein­tre­tens für christ­li­che Wer­te geriet er mit dem men­schen­ver­ach­ten­den Régime des Natio­nal­so­zia­lis­mus in Kon­flikt und wur­de als Mär­ty­rer im Jah­re 1943 in Ber­lin ent­haup­tet.

Quel­le: Hal­ler Blatt 9.1. 2012

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