Sakristei renoviert (2008)

(ok) Ein gro­ßes Loch ins Pfarr­bud­get hat die drin­gend not­wen­di­ge Reno­vie­rung der Sakris­tei geris­sen. Die Kos­ten betru­gen ins­ge­samt ca. € 65.000,- . Das Ergeb­nis kann sich jetzt aller­dings sehen las­sen. Die Vor­be­rei­tun­gen began­nen bereits im Jah­re 2006, als der nicht mehr benö­tig­te Kamin der alten Ölhei­zung von Ange­hö­ri­gen der Schüt­zen­kom­pa­nie abge­ris­sen wur­de. Die Pla­nung der Reno­vie­rung wur­de von DI Hel­mut Dre­ger über­nom­men, die Pla­nung der elek­tri­schen Anla­ge von Ing. Kör­ber. Nach dem Ent­fer­nen des gro­ßen Sakris­tei­schran­kes kam  dahin­ter ein in die Wand ein­ge­las­se­ner Eisen­schrank zum Vor­schein. Da die­ser künf­tig benützt wer­den soll­te, war des­sen Ver­le­gung um einen hal­ben Meter not­wen­dig. Die damit ver­bun­de­nen Arbei­ten führ­te die Fir­ma Swie­tel­ski aus.

Die Neu­ver­ka­be­lung der elek­tri­schen und Laut­spre­cher-Anla­ge bewerk­stel­lig­te Elek­tro­meis­ter Andre­as Stras­ser, wobei die Beschal­lung des Fried­ho­fes in die­se Anla­ge ein­be­zo­gen wur­de. Schließ­lich muss­ten durch Maler­meis­ter Gün­ther Foll­mann aus Mils etli­che alte Anstri­che abge­nom­men wer­den, bevor ein neu­er dezen­ter grau­er Kalkan­strich ange­bracht wur­de. Die teil­wei­se zu ergän­zen­den Stu­cka­tu­ren sind erstrah­len  in leuch­ten­dem Weiß.

Pro­ble­me mit dem Denk­mal­amt erga­ben sich bei der Reno­vie­rung des gro­ßen Sakris­tei­schran­kes, da nach Ansicht des Denk­mal­am­tes die­ser eine blau­grü­ne Fas­sung erhal­ten soll­te, wäh­rend die Pfar­re ein gänz­li­ches Abbei­zen des Zir­ben­holz­schran­kes bevor­zug­te. Auch der Schub­la­den-Unter­teil die­ses Schran­kes soll­te ent­ge­gen der Ansicht des Pfar­re erhal­ten wer­den. Tisch­ler­meis­ter Ger­hard Mösl aus Axams, dem die Reno­vie­rung über­tra­gen wor­den war, stell­te über Auf­trag der Pfar­re die Natur­holz­fas­sung her und ent­schloss sich wegen des schlech­ten Zustan­des des Hol­zes für eine völ­li­ge Erneue­rung des Unter­tei­les. So prä­sen­tiert sich der Sakris­tei­schrank mit sei­nen neu ver­zinn­ten Beschlä­gen nach Rei­ni­gung der in den drei Türen ein­ge­las­se­nen baro­cken Ölbil­dern in neu­em Glanz. Nach eini­gem Hin und Her hat sich die Pfar­re ent­schlos­sen, über den bis­he­ri­gen Klin­ker­bo­den der Sakris­tei einen Eichen­bo­den legen zu las­sen.

Ein beson­de­res Juwel bil­det der neue, teils in Kram­sa­cher Mar­mor aus­ge­führ­te, acht­ecki­ge Sakris­tei­brun­nen. Die Instal­la­ti­ons­ar­bei­ten erfolg­ten durch die Fir­ma Freund. Erst kürz­lich wur­de der an der West­wand errich­te­te neue Sakris­tei­schrank mit inte­grier­te alter Mit­tel­tür und Vitri­nen­auf­bau von der Fir­ma Mösl gelie­fert. Den Höhe­punkt aller­dings bil­det der zwi­schen den bei­den Fens­tern befind­li­che Haus­al­tar, eine Leih­ga­be der Fami­lie Andre­as und Irm­gard Ober­ho­ber, der sich bis­her im Widum befun­den hat.

Die Reno­vie­rung der Sakris­tei kann als sehr gut gelun­gen bezeich­net wer­den, zumal sowohl der ästhe­ti­sche Ein­druck als auch die Funk­tio­na­li­tät wesent­lich ver­bes­sert wur­de. So kann jetzt die gesam­te Läu­te­an­la­ge, Beleuch­tung, Behei­zung und Laut­spre­cher­an­la­ge von einem Ort aus bedient wer­den. Es ist auch mög­lich über einen CD-Play­er in der Kir­che Musik abzu­spie­len. Durch den Holz­bo­den und die elek­tri­sche Hei­zung ist die Sakris­tei in der kal­ten Jah­res­zeit wär­mer. Die Kir­chen­wä­sche und Mess­klei­der kön­nen bes­ser ver­wahrt wer­den. Zudem kann der Raum auf Grund sei­nes sakra­len Cha­rak­ters auch für inti­me­re Got­tes­diens­te benützt wer­den.

Allen Fir­men und sons­ti­gen Hel­fern, die sich an der Reno­vie­rung der Sakris­tei betei­ligt haben, sei ein gro­ßes Ver­gelts­gott gesagt.

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