Musikkapelle:150-Jahr-Feier 1962

150 Jahre Musikkapelle Mils bei Hall

Das Dorf stand im Zei­chen eines gedie­ge­nen Fes­tes bei hoch­som­mer­li­chem Schön­wet­ter

Beacht­li­che Lis­te pro­mi­nen­ter Ehren­gäs­te

MILS (TN). – Bei herr­li­chem Hach­som­mer­wet­ter fei­er­te unter star­ker An­teilnahme die Bun­des­mu­sik­ka­pel­le Mils das Fest des 150jährigen Bestan­des. Nach einem Fackel­zug ver­sam­mel­te sich die Fest­ge­mein­de im Ver­eins­haus. Mit den Abord­nun­gen der Nach­bar­ka­pel­len Absam, Baum­kir­chen, Frit­zens, Wat­tens, Vol­ders, Gna­den­wald und Sol­bad Hall sowie der Sali­nen­mu­sik und Schwei­zer Musik­ka­me­ra­den waren Lan­des­ver­bands­ob­mann Hof­rat Dr. Schuma­cher, Bezirks­ob­mann Schnit­zer und Bezirks­in­spek­tor Bucher erschie­nen. Kir­che und Gemein­de waren durch Orts­pfar­rer Rudolf Wil­le und Bür­ger­meis­ter Johann Vogels­ber­ger mit den Gemein­de­rä­ten und Ver­ein­sab­ord­nun­gen ver­tre­ten. 35 Mann stark spiel­te die Jubel­ka­pel­le unter Kapell­meis­ter Otto Eben­bicher jun. ein erle­se­nes Pro­gramm und gab somit dem ech­ten Dorf­fest auch in der Rol­le des Gefei­er­ten das Geprä­ge.

Der jun­ge Obmann Andrä Kling­ler, von Beruf Fabriks­ar­bei­ter, gab in der Fest­an­spra­che nicht ein Lip­pen­be­kennt­nis zur Tra­di­ti­on, son­dern begrün­de­te die Not­wen­dig­keit der Idea­le einer Gemein­schaft in der Zeit der Abkehr vom über­lie­fer­ten und Natür­li­chem. Dem zivi­li­sa­to­ri­schen Auf­stieg opfern wir als Tri­but unse­re Kul­tur und unse­re Eigen­art. „Wir ver- mas­sen, und gro­ße Tei­le des Vol­kes sind nicht mehr gewillt, aus inne­rem Trieb ein Ide­al zu erfül­len“, sag­te der Fest­red­ner. Daß die­se Kapel­le der ge­stellten Auf­ga­be, sich selbst zu freu­en und ande­ren Freu­de zu machen, nach­kommt, beweist die Geschich­te der Kapel­le. Hof­rat Dr. Schu­ma­cher über­brach­te Dank und Gruß des Landes­verbandes und über­gab als Ange­bin­de eine neue Chro­nik.

Die gol­de­ne Medail­le des Blas­mu­sik­ver­ban­des erhiel­ten Max Ange­rer, Alo­is Leich­ter und Karl Strick­ner. Von der Gemein­de, für die BM. Vogels­ber­ger „in ker­ni­ger Rede Dank, Aner­ken­nung und Zu­kunftswunsche über­brach­te, wur­den dar­über hin­aus für lang­jäh­ri­ge Mit­gliedschaft Sebas­ti­an Kling­ler, Franz Strick­ner, Josef und Peter Wald­ner, Franz Plan­ken­stei­ner und Alo­is Wech­selberger gehrt. Alle haben min­des­tens 25 Jah­re die von Meis­ter Bach­lech­ner nach alten Vor­bil­dern ent­wor­fe­ne Tracht — schwar­zer Gupf­hut, hell­grü­ne Jop­pe und schwar­ze Knie­ho­se — getra­gen. Die dörf­li­che Geschlos­sen­heit bekun­de­ten die Red­ner aller Ver­ei­ne. Für die alten Musi­ker sprach Alo­is Zim­mer­mann Wor­te des Geden­kens und der Zukunfts­hoff­nung. Chro­nist Josef Wald­ner beleuch­te­te die wech­sel­vol­le Ver­eins­ge­schich­te.

Der Sonn­tag brach­te Tau­sen­de von Gäs­ten ins fest­li­che Dorf. Bei der Fest­mes­se gedach­te H.H. Pfar­rer Wil­le der Mit­ar­beit im kirch­li­chen Leben aus Dank­bar­keit und Ver­pflich­tung. Auch die ver­stor­be­nen und gefal­le­nen Kame­ra­den wur­den geehrt. Ein Gar­ten­fest im Mil­ser Eichat, das Kon­zert der Ret­ten­ber­ger Musik und eine Tanz­un­ter­hal­tung gaben dem gelun­ge­nen Fest einen hei­te­ren, zukunfts­fro­hen Aus­klang.

Musikkapelle:150-Jahr-Feier 1962
Hin­ten die Geehr­ten: Franz Strick­ner, Wastl Kling­ler, Peter Wald­ner, Luis Leich­ter, Karl Strick­ner, Pepi Wald­ner. vor­ne Mit­te: Fritz Föger, rechts: J. Lah­ar­tin­ger
Musikkapelle:150-Jahr-Feier 1962
Die „Start­rom­pe­ter“: Sepp Leich­ter, Joschi Bin­der, Gott­fried Klin­gen­schmid

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