Vereine und Corona 2020–2021

Die Kame­rad­schaft und das gemein­sa­me Erleben

Wir wol­len wie­der star­ten. 40 Ver­ei­ne gibt es in Mils. Die Obleu­te ste­hen in Kon­takt mit den Mit­glie­dern und hegen vie­le Plä­ne. Eine Umfra­ge unter den großen.

Tom­mi, wann dür­fen wir wie­der auf­tre­ten?“ Tho­mas Ried, Mit­ar­bei­ter der Gemein­de, hat Dienst auf dem Eis­lauf­platz. Die Buben stre­ben auf ihn zu und wol­len wis­sen, wann sie ihre Lar­ven wie­der auf­set­zen dür­fen? Als Obmann der Mil­ser Matsch­ge­rer fällt es ihm nicht leicht, die Buben ver­trös­ten zu müs­sen. „Das ist schon zach“, gesteht er. Die Kame­rad­schaft feh­le allen. Vie­le der Mit­glie­der sehe er nur in der Zeit der Fas­nacht. Er hofft, dass alle moti­viert blei­ben, die Kin­der sol­len beim Aus­flug im Som­mer wie­der Nähe zum Ver­ein finden.

Ver­jün­gung ist angesagt

So lan­ge wol­len die Fuß­bal­ler nicht war­ten. „Wir waren etwas bevor­zugt, weil wir die Herbst­sai­son fer­tig spie­len konn­ten“, erzählt Peter Grassl. Jetzt aber bren­nen die Spie­ler wie­der drauf, mit dem Trai­ning begin­nen zu dür­fen. „Wir nüt­zen die Zeit, eine gute Ver­eins­struk­tur auf­zu­bau­en und alles zu ver­jün­gen“, gesteht der Vor­stand. Das betrifft die Spie­ler und den Vor­stand. Aus der Kampf­mann­schaft II und aus der U16 sol­len Spie­ler in die Kampf­mann­schaft auf­stei­gen. Das soll nicht nur die Jun­gen ermu­ti­gen, son­dern auch die Ver­eins­kas­se scho­nen. Ein­zel­ne Spon­so­ren sei­en 2020 schon abge­sprun­gen. Aber: „Die Grund­stim­mung ist total positiv.“

Stig­ma und dann?

Pepi Pittl bei einer Pro­be zum Stück „Stig­ma“

 Zuver­sicht­lich bleibt auch Bet­ti­na Hil­ber. Als Obfrau der Volks­büh­ne Mils konn­te das gro­ße Jubi­lä­ums­jahr 2020 kaum gefei­ert wer­den. Zwei gro­ße Stü­cke waren geplant. Die Pre­miè­re von „Kat­zen­zun­gen“ wur­de im März noch stür­misch beju­belt, dann kam das Aus. Die Thea­ter­leu­te fass­ten erneut Mut und began­nen im Som­mer mit den Pro­ben für „Stig­ma“. Mona­te­lang berei­te­te man sich vor, am 14. Novem­ber soll­te Pre­miè­re sein. Dann der zwei­te Lock­down. „Da ist es nicht leicht moti­viert zu blei­ben“, gesteht Hil­ber. Aber alle blie­ben immer posi­tiv, „es wird schon gehen“, lau­tet die Devi­se. Das möge auch so blei­ben. „Stig­ma“ soll sobald wie mög­lich Pre­miè­re fei­ern. Was danach kommt? Das bleibt noch hin­ter dem Vor­hang verborgen.

 

 

 

Sozia­le Ader leben

Vie­le Mit­glie­der der Ver­ei­ne hal­fen bei den Massentests

 

Zwei Ver­ei­ne blei­ben immer prä­sent, wenn auch mit­un­ter in ande­rer Form. „Wir blei­ben sowie­so bereit und hat­ten 2020 mehr Ein­sät­ze“, erzählt Chris­ti­an Pfei­fer. Die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Mils zählt 75 Akti­ve und 33 Reser­vis­ten im Alter von 16 Jah­ren bis nach oben offen. „Wir hal­ten uns an alle Auf­la­gen und wis­sen, dass die Men­schen froh sind, wenn sie uns im Not­fall sehen“, sagt der Kom­man­dant. Schmerz­lich wird sein, dass alle Bewer­be im Som­mer ohne Zuse­her und Zelt­fes­te stattfinden.

Wir hel­fen ein bissl“, lächelt Hans­pe­ter Hirsch­hu­ber. Als Haupt­mann der Mil­ser Schüt­zen freut er sich, dass er ver­schie­dens­te Berufs­grup­pen dabei hat und alle im Dorf hel­fen kön­nen, wenn sie ange­fragt wer­den. Wie alle ande­ren bedau­ert er, dass aber die Ver­eins­tref­fen aus­blei­ben. Auch, wenn er an der Tür ste­hen blei­ben muss, wenn er ein Mit­glied ehren will. Den­noch hofft er, dass sie im August die Ehren­kom­pa­nie in Mer­an­sen sein kön­nen oder auch im Sep­tem­ber im Alpen­park arbei­ten werden.

 

Mir fehlt etwas“

Schüt­zen mit Mas­ken beim Schützenjahrtag

Nicht ange­kom­men. Nicht glück­lich sind Pfei­fer, Hirsch­hu­ber und Andre­as Bald­auf über die eige­ne Weih­nachts­kar­te. Der Grund: Die Mil­ser fan­den den Gruß der drei gro­ßen Ver­ei­ne bzw. Kör­per­schaft nicht in ihrem Post­kas­ten. „Als klei­nes Dan­ke­schön ein Weih­nachts­gruß“ stand auf der Vor­der­sei­te zu lesen. Die drei woll­ten sich bei allen Men­schen in der Gemein­de für ihre Treue und Ver­bun­den­heit mit den drei Kör­per­schaf­ten bedan­ken und alles Gute fürs neue Jahr wün­schen. Das sei hier nachgeholt.

Mir fehlt etwas“, beschreibt Andre­as Bald­auf die aktu­el­le Spiel­pau­se in der Musik­ka­pel­le. Am Anfang mag es noch fein und wie ein Urlaub gewe­sen sein, aber jetzt sehnt er sich nach sei­nen Kol­le­gIn­nen, nach den Pro­ben, nach der Musik und nach der Kame­rad­schaft. „Wenn wir gemein­sam pro­ben, kann ich alles ver­ges­sen und mich voll auf die Musik kon­zen­trie­ren“, gesteht der pas­sio­nier­te Musikant.

Von August bis Mit­te Okto­ber durf­ten sich alle zur Pro­be tref­fen. Plä­ne wur­den geschmie­det, auch die Zukunft des Ver­eins dis­ku­tiert. Auch jetzt ist das wie­der so. „Wir pla­nen das Mai-
bla­sen und hof­fen, dass wir im Som­mer ein Kon­zert spie­len können.“

Jahr des Dorffestes

VBM Tho­mas Köl­li hat die Hoff­nung noch nicht auf­ge­ge­ben, dass er alle Ver­ei­ne zusam­men­brin­gen kann, um 2021 wie­der ein Dorf­fest fei­ern zu kön­nen. „Viel­leicht in klei­ne­rer Form“, macht er Hoff­nung. Dass das Ver­eins­le­ben für die Gemein­de wich­tig bleibt, sei für ihn schon dadurch ersicht­lich, dass alle Sub­ven­tio­nen blei­ben – ob für Kul­tur oder für Sport.

Quel­le: Mein Mils 01–2021

 

 

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